Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Kollege Rabanus, ich glaube, Sie haben bei meiner Rede nicht wirklich zugehört. Ich habe ausdrücklich die Verdienste und den Mut der Bürger in der DDR, die die friedliche Revolution betrieben haben, gewürdigt. Wir haben auch gesagt: Wir wollen ein Freiheits- und Einheitsdenkmal, aber wir wollen dieses Denkmal nicht. Damit sehen wir uns einig mit der großen Mehrheit der Berliner und auch der Deutschen.
Ich frage Sie: Haben Sie zur Kenntnis genommen, dass Umfragen ergeben haben: „60 Prozent wollen dieses Einheits- und Freiheitsdenkmal, diesen Entwurf, nicht“? Wie reagieren Sie darauf? Sind Sie wie Herr Kollege Ebbing offenbar auch der Meinung, dass es wichtiger ist, dass das Parlament auf seinen Beschlüssen, die es einmal gefasst hat, auf seinen falschen Beschlüssen, auf seinem Standpunkt sozusagen rechthaberisch beharrt, als dass es die Umsetzung eines offensichtlich misslungenen Entwurfs verhindert, solange dies noch möglich ist?
Danke.