Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrte Frau Ministerin, Sie planen ja auch Dialogforen und Verbraucheraufklärungen im Rahmen der Lebensmittelverschwendungsreduktion. Ich würde es sehr begrüßen, wenn es im Rahmen der Aufklärung gelingen würde, zu verdeutlichen, dass der ethische Aspekt der Tierhaltung und die ganzheitliche Verwertung von Tieren bei diesem Thema auch eine große Rolle spielen; denn ein Schwein besteht aus mehr als einem Schnitzel, und auch die Pute besteht aus mehr als ihrer Brust.
Ich möchte gern noch einen anderen Aspekt beleuchten: Lebensmittelverschwendung endet nicht nur im Kühlschrank, sondern fängt auch schon auf dem Acker an. – Jeder ineffizient genutzte Hektar Land in unserem schönen Land bedeutet aktive Lebensmittelverschwendung. Viel zu oft erleben wir es, dass Schädlinge – gerade im Obst- und Gemüsebau, in dem es Lückenindikationen gibt – die Pflanzen befallen, weil Pflanzenschutzmittel nicht zum Einsatz und neue Züchtungsmethoden nicht zur Anwendung kommen. Damit findet Lebensmittelverschwendung schon auf dem Acker statt. Was planen Sie da? Welchen Beitrag kann auch hier das Bundesumweltministerium leisten, mit dem Sie ja Hand in Hand zusammenarbeiten sollen?