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Befragung der Bundesregierung

Tagesordnungspunkt 2 · 19. Wahlperiode

Bundestagsdebatte vom 20. Februar 2019 · 82. Sitzung

Reden
63
Reaktionswert
Ruhig

Der Reaktionswert zählt, wie oft das Protokoll während einer Rede Reaktionen aus dem Saal vermerkt. Ein Zwischenruf zählt 3 Punkte, Lachen 2, Beifall und jede andere Reaktion 1. Enthält die Rede eine Zwischenfrage, kommen einmalig 5 Punkte dazu. Der Wert sagt nichts über die Qualität einer Rede.

Reden in dieser Debatte

Von jeder Rede steht hier ein kurzer Ausschnitt. „Rede einzeln öffnen“ zeigt den ganzen Text.

  1. 1. Rede · Julia Klöckner

    Ich bedanke mich. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! In Deutschland werfen wir im Schnitt 11 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich auf den Müll – Lebensmittel, die noch genutzt werden könnten. Das sind etwa 55 Kilogramm pro Kopf. Damit könnte man den Bodensee zweimal fülle

  2. 2. Rede · Stephan Protschka · AfD

    Danke, Herr Präsident, für das Wort. – Danke, Frau Ministerin, für den Vortrag. Meine Frage ist: Wie hoch sind nach Ihrer Kenntnis oder nach Kenntnis der Bundesregierung die Lebensmittelverluste aufgrund von Qualitätsmaßnahmen, sprich: Normen oder Standards in der Wertschöpfungskette? Schätzungen zufolge werden ja circ

  3. 3. Rede · Julia Klöckner

    Danke, Herr Abgeordneter. – Es gibt ja sehr unterschiedliche Gründe für Qualitätsstandards, die auch europarechtlich und europaweit geregelt sind. Ich möchte darauf hinweisen, dass es auch heute schon unterschiedliche Kreisläufe gibt. So werden zum Beispiel Lebensmittelabfälle aus der Gastronomie nicht einfach auf den

  4. 4. Rede · Ursula Schulte · SPD

    Herzlichen Dank, Herr Präsident. – Herzlichen Dank, Frau Ministerin. – Ich freue mich, dass die Bundesregierung ihr Ziel, bis 2030 die Menge der Lebensmittel­abfälle zu halbieren, ernst nimmt. Sie setzen in Ihrem Eckpunktepapier wieder einmal auf Freiwilligkeit, und ich frage Sie, ob das Ministerium sich nicht gesetzli

  5. 5. Rede · Julia Klöckner

    Ich bedanke mich für die Frage. – In der Tat haben sich CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, dass sie dieses Ziel erreichen. Wir haben schon betont, welche Wege wir gemeinsam gegangen sind. Ich bin dankbar, dass auch die SPD-Kollegen nach der heutigen Ressortabstimmung im Kabinett genau die Strategie,

  6. 6. Rede · Nicole Bauer · FDP

    Sehr geehrte Frau Ministerin, vielen Dank. – Ich begrüße es sehr, dass Sie sich des Themas Lebensmittelverschwendung annehmen. Aber Sie sprechen auch gerne von Wertschätzung von Lebensmitteln und davon, dass Lebensmittel vielleicht auch einfach zu günstig sind. Wie wollen Sie erreichen, dass der Verbraucher am freien M

  7. 7. Rede · Julia Klöckner

    Danke, für Ihre Fragen. Ich versuche, sie ein bisschen koordiniert zu beantworten. – Das Thema Lebensmittelwertschätzung, auf das Sie hinauswollten, betrifft ja am Ende verschiedene Aspekte. Wertschätzung hat was mit dem Preis zu tun, aber nicht nur. Wertschätzung hat auch etwas damit zu tun, ob ich Nahrungsmittel wegw

  8. 8. Rede · Albert Stegemann · CDU/CSU

    Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Frau Ministerin, herzlichen Dank, dass Sie sich dieses Themas annehmen. Bei 800 Millionen Menschen, die nicht genügend zu essen haben, ist es selbstverständlich, dass wir uns um das Thema Lebensmittelverschwendung kümmern. Erst mal eine ganz konkrete Frage: Die Initiative „Zu gut fü

  9. 9. Rede · Amira Mohamed Ali · Die Linke

    Herzlichen Dank. – Guten Tag, Frau Ministerin! – Die Fragen, die gerade gestellt wurden, aber auch Ihre Antworten gehen vor allen Dingen in die Richtung, dass man schaut, was die Verbraucherinnen und Verbraucher tun können, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Ich möchte mal einen Blick auf den Einzelhandel werfen. Wir

  10. 10. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre Frage. – Es geht in der Tat nicht nur um die Verbraucher; es ist eine Gesamtkette, bei der wir alle gefragt sind. Aber wir müssen auch sagen: Wir Verbraucher haben einen hohen Anspruch. Wenn wir abends in eine Bäckerei oder in irgendein Geschäft gehen, möchten wir immer gerne noch alles vorfinden. Das fe

  11. 11. Rede · Renate Künast · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Lassen Sie mich etwas vorweg sagen, Kollege Stegemann. Was immer noch an Beste-Reste-Boxen und Ähnlichem entwickelt wird: Wenn Sie zur Kantine gehen und sagen, Sie hätten nicht alles aufgegessen, gibt man Ihnen auch schon jetzt Ihr Essen mit. Dann können Sie sich abends in Ihrer Kemenate noch ernähren. Es ist ja nicht

  12. 12. Rede · Wilhelm von Gottberg · AfD

    Frau Ministerin, auch von uns aus ein herzliches Dankeschön dafür, dass Sie bei dem hier in Rede stehenden schlimmen Missstand aktiv geworden sind. – Meine Frage: Seit knapp drei Jahren müssen alle französischen Supermärkte mit mindestens 400 Quadratmetern Ladenfläche alle unverkauften, aber noch essbaren Lebensmittel

  13. 13. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre Frage; die gab es ja eben schon mal so ähnlich. – Was in Frankreich per Gesetz für Supermärkte ab einer bestimmten Größe verordnet wurde, ist in Deutschland längst gang und gäbe. Also: Ein Gesetz zu machen, nur damit man ein Gesetz gemacht hat, das wäre ein Selbstzweck. In Deutschland ist es seit vielen

  14. 14. Rede · Johann Saathoff · SPD

    Vielen Dank, Frau Ministerin. – Sie haben ja zu Recht darauf hingewiesen, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum kein Verfallsdatum ist. Ich glaube, wir beide sind uns aber einig in der Einschätzung, dass es in Deutschland durchaus viele Menschen gibt, die das eben nicht voneinander unterscheiden können. Ich glaube, dass es

  15. 15. Rede · Carina Konrad · FDP

    Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrte Frau Ministerin, Sie planen ja auch Dialogforen und Verbraucher­aufklärungen im Rahmen der Lebensmittelverschwendungsreduktion. Ich würde es sehr begrüßen, wenn es im Rahmen der Aufklärung gelingen würde, zu verdeutli­chen, dass der ethische Aspekt der Tierhaltung und die gan

  16. 16. Rede · Julia Klöckner

    Danke, Frau Konrad, für Ihre Frage. – Kurz zur Erläuterung und Klarstellung: Es gibt eine europäisch abgestimmte Definition, wann man von Lebensmittelverschwendung spricht. Das beginnt ab Ernte bzw. ab Schlachtung. Insofern geht diese Frage in eine andere Richtung und fällt nicht unter diese Definition. Sie haben auf d

  17. 17. Rede · Katharina Landgraf · CDU/CSU

    Vielen Dank, Frau Ministerin. – Ich habe jetzt eine Frage zu den Forschungsvorhaben. Ich begrüße es sehr, dass da jetzt richtig was losgehen soll. Wird auch über Möglichkeiten der Verwertung jenseits der Biogasanlage geforscht, also zu der Frage, wie man das, was nicht mehr zum Verzehr geeignet ist, anders – noch hochw

  18. 18. Rede · Julia Klöckner

    Ich gehe auf Ihre letzte Frage ein, was Hygienevorschriften anbelangt. Es gibt rechtliche, gesetzliche Hürden, was zum Beispiel die Abgabe von Produkten anbelangt. Wir wollen zusammen mit den Tafeln und dem LEH, dem Lebensmitteleinzelhandel, schauen, welche rechtlichen, auch hygienerechtlichen Hürden es in Bezug auf di

  19. 19. Rede · Amira Mohamed Ali · Die Linke

    Herzlichen Dank. – Frau Ministerin, meine Fraktion ist der Auffassung: Wenn man Lebensmittelverschwendung vermeiden möchte, dann ist es notwendig, es den Lebensmittelrettern möglichst einfach zu machen, Lebensmittel zu retten. In diesem Zusammenhang stellen sich zwei konkrete Fragen. Erstens. Viele Lebensmittelretter,

  20. 20. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre Fragen, die ich zusammen beantworte. In Deutschland ist es seit vielen Jahren üblich, dass zahlreiche Supermärkte unverkaufte und noch genießbare Lebensmittel auf freiwilliger Basis abgeben, zum Beispiel an neue soziale Bewegungen wie Foodsharing. So werden jeden Tag Lebensmittel gerettet. Nun geht es da

  21. 21. Rede · Renate Künast · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Den inneren Frieden in meiner Fraktion habe ich längst hergestellt. Aber danke für die Sorge, Herr Präsident. Wir haben die anderen Fragen schon verteilt. – So, und schon ziehen Sie diese Bemerkung von meiner Zeit ab. So ein Mist. Zu meiner Frage. Schon wieder ein freiwilliges Dialogforum, eine freiwillige Gruppe. Gemä

  22. 22. Rede · Julia Klöckner

    Frau Künast, die Sorge kann ich Ihnen nehmen. Wenn Sie sich unsere Strategie anschauen – Sie haben sie sicherlich gelesen –, stellen Sie fest, dass wir konkrete Maßnahmen und Umsetzungsziele festgelegt haben. Sie können sich vorstellen, dass wir nicht mal eben 16 Millionen Euro für Forschungsprojekte ausgeben, die dann

  23. 23. Rede · Franziska Gminder · AfD

    Herr Präsident! Frau Ministerin, es ist sicher allen bekannt: Ab 1. Januar 2006 gilt eine EU-Verordnung, mit der die Verfütterung von Lebensmittelabfällen an Schweine untersagt wird. Meine Frage lautet: Ist Ihnen bekannt, dass von der Universität in Cambridge eine Food Policy, Band 58, aus dem Jahr 2016 herausgegeben w

  24. 24. Rede · Julia Klöckner

    Ich möchte gern darauf antworten: Lebensmittel, die für den Verzehr durch Menschen bestimmt sind und die nicht weggeworfen werden, muss ich auch nicht an Tiere verfüttern. Sinn und Zweck unserer Strategie ist, für eine Passgenauigkeit in der Kette der Herstellung zu sorgen, von der Urproduktion bis zur Abnahme im Priva

  25. 25. Rede · Artur Auernhammer · CDU/CSU

    Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Bundesministerin, Ihre Kampagne zur Lebensmittelverschwendung hat auch sehr viel mit Bildung und Erziehung zu tun. Viele Kinder, viele Jugendliche sind zwar in der Lage, ein iPhone zu bedienen, aber nicht, ein Ei zu kochen. Wie wollen Sie mit Ihrer Kampagne in diesem Bereich tätig we

  26. 26. Rede · Julia Klöckner

    Das ist eine der ganz entscheidenden Fragen. Von Wissen lässt sich auch Wertschätzung ableiten. Wichtig ist also, zu wissen, wie etwas produziert oder erzeugt wird, wie viel Energie drinsteckt, wie viel Ressourcen drinstecken. Ich habe vorhin erläutert, dass 70 Liter Wasser für die Erzeugung eines verzehrfertigen Apfel

  27. 27. Rede · Harald Ebner · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Danke, Herr Präsident. – Frau Ministerin, die Nachwirkungen der Ministerzeit von Kollegin Künast sind offenbar so gewichtig und gewaltig, dass Sie sich selbst nach 14 Jahren noch wundern, dass damals nicht alle Probleme der Welt gelöst wurden, selbst die, über die damals noch keiner gesprochen hat. Das finde ich schon

  28. 28. Rede · Julia Klöckner

    Danke sehr für Ihre Frage. – Kurze Anmerkung: Ja, es ist schon so lange her, dass die Grünen in der Bundesregierung dafür verantwortlich waren. Eben sagte Frau Künast, wir hätten damals eine Reform verhindert. Sie sagen jetzt, damals sei das noch kein Thema gewesen. Da müsste man sich wohl zunächst kurz abstimmen. Zum

  29. 29. Rede · Artur Auernhammer · CDU/CSU

    Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Bundesministerin, mich würde interessieren, wie die gesamte Datengrundlage entstanden ist, wie die Mengen errechnet werden. Was ist die Grundlage für Ihre Einschätzung, dass die Lebensmittel nicht mehr zum Verzehr genutzt, sondern regelrecht vernichtet werden?

  30. 30. Rede · Julia Klöckner

    Danke sehr. – Es gibt sehr unterschiedliche Datengrundlagen, aber keine passgenauen Daten für die einzelnen Sektoren. Derzeit ist die Datenlage hinsichtlich der Lebensmittelkette nicht ausreichend. Es ist wichtig, das zu sehen. Es ist bisher nicht möglich, die Beiträge der einzelnen Sektoren an der Gesamtabfallmenge zu

  31. 31. Rede · Stefan Schmidt · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Vielen Dank. – Frau Ministerin, Sie haben eben dargestellt, dass Sie mit Blick auf das sogenannte Containern keine Gesetzesänderung vornehmen möchten. Sie haben in diesem Zusammenhang unter anderem die Lebensmittelsicherheit als Argument angeführt. Meine Frage ganz konkret: Halten Sie es wirklich für sinnvoll, auf der

  32. 32. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre Frage. – Das Strafrecht greift bereits, zum Beispiel bei Hausfriedensbruch oder Diebstahl. Es gibt legale Wege, Lebensmittel zu retten, und diese legalen Wege möchten wir optimieren. Ich will deutlich sagen: Es ist keine Lappalie, wenn man eine Lebensmittelvergiftung bekommt. Es geht auch um Haftungsfrag

  33. 33. Rede · Oliver Krischer · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Herzlichen Dank, Herr Präsident. – Zunächst, Frau Ministerin, muss ich sagen: Es freut mich, dass Sie in dieser Fragestunde offensichtlich bemerkt haben, dass Ampeln Wirkungen haben können. Ich würde mir wünschen, dass das Auswirkungen auf Ihren Verantwortungsbereich hat. Zweite Bemerkung. Es ist ziemlich genau vier Ja

  34. 34. Rede · Julia Klöckner

    Um es deutlich zu sagen: Sie mögen es ignorieren, aber wir sind führend in der Europäischen Union. Deshalb wird Deutschland hinsichtlich der Maßnahmen, die wir in den einzelnen Sektoren bisher entwickelt haben, hinzugezogen. Wir werden ein Monitoring entwickeln. lch lege Ihnen nahe, sich diese Strategie noch einmal anz

  35. 35. Rede · Martin Hess · AfD

    Frau Minister, die wichtigste Aufgabe des Staates ist es, die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten und Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Dazu gehört auch, effektive Maßnahmen gegen Terroristen zu ergreifen, die in Kriegsgebieten gekämpft haben, dort Menschen getötet haben und jetzt aufgrund ihrer d

  36. 36. Rede · Julia Klöckner

    Erst einmal sage ich ganz deutlich: Ich teile Ihre Unterstellung, dass die Bundesregierung sich nicht um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger kümmert, überhaupt nicht. Deutschland ist ein sehr sicheres Land. – Ja, man kann es auch schwarzmalen. Aber ich stelle mich vor die Sicherheitsbehörden, deren Mitarbeiterinnen u

  37. 37. Rede · Christian Lange · SPD

    Ich weise ebenfalls die Unterstellung zurück, wir würden irgendetwas verzögern. Unser Haus befindet sich in intensiven Gesprächen mit dem Bundesinnenministerium und die sind noch nicht zu Ende geführt. – Vielen Dank.

  38. 38. Rede · Oliver Luksic · FDP

    Vielen Dank, Herr Präsident. – Bei „tagesschau.de“ wird gerade getitelt: Rechenfehler im Umweltbundesamt. Meine Frage an die Bundesregierung ist, wie dazu Stellung genommen wird. Hier hat ein Mathematiker und Epidemiologe der Ruhr-Uni nachgewiesen, dass die Behauptung, es gäbe 6 000 Tote wegen Stickstoffdioxid, so nich

  39. 39. Rede · Julia Klöckner

    Sehr geehrter Herr Abgeordneter, Sie beziehen sich auf eine „Spiegel Online“-Meldung. Ich habe hier im Parlament in der Zwischenzeit Fragen beantwortet. Aus Respekt vor dem Parlament checke ich in dieser Zeit keine „Spiegel Online“-Nachrichten. Insofern kann ich dazu keine Stellung nehmen.

  40. 40. Rede · Harald Ebner · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Danke, Herr Präsident. – Frau Ministerin, Ihr Vorgänger – ich komme noch einmal auf ihn zurück – hat versucht, in seinem gescheiterten Gentechnikgesetz ein gewisses Innovationsprinzip zu verankern, ein Begriff, den sich die Chemieindustrie ausgedacht hat, um das Vorsorgeprinzip zu schwächen. Dieser Begriff taucht im Fo

  41. 41. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre Frage. – Zunächst einmal: Ich sehe Innovationen als etwas sehr Gutes an. Ohne Innovationen würden wir alle hier nicht sitzen oder stehen. Offenheit für Innovationen heißt insofern auch Offenheit für neue Erkenntnisse im Hinblick auf Vorsorge. Und in diesem Fall kann ich nur sagen: Es ist gut, dass die Bu

  42. 42. Rede · Dirk Spaniel · AfD

    Sehr geehrte Frau Ministerin, aufgrund der nachweislich bestehenden Probleme bei der Löschung von verunfallten elektrischen Fahrzeugen haben mich einige Feuerwehren und Verbände angeschrieben und gebeten, diese Fahrzeuge in der Öffentlichkeit als eine Gefahr zu kennzeichnen. Ich weiß nicht, ob Ihnen das bekannt ist: Be

  43. 43. Rede · Gero Clemens Hocker · FDP

    Vielen Dank, Herr Präsident. – Verehrte Frau Ministerin, laut der aktuellen, vor wenigen Tagen veröffentlichten Statistik Ihres Hauses ist die Zahl der Nutztierrisse durch Wölfe im Jahr 2017 um 60 Prozent höher ausgefallen als im Vorjahr. Weidetierhalter geben auf, der Hochwasserschutz und die Artenvielfalt sind gefähr

  44. 44. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre hochaktuelle Frage. – Zunächst einmal ist es – das sollte man auch erwähnen – ein Erfolg des Artenschutzes, dass der Wolf, der bei uns überhaupt nicht mehr vorgekommen ist, zurückgekehrt ist. Das kann aber nicht dazu führen, dass der Bestand an Wölfen, die hier keine natürlichen Feinde haben, nicht regul

  45. 45. Rede · Christian Wirth · AfD

    Danke, Herr Präsident. – Frau Ministerin, aus den Medien war unter Berufung auf Sicherheitskreise aus Baden-Württemberg zu erfahren, dass etwa ein Drittel bis die Hälfte der abgeschobenen Migranten wieder in die Bundesrepublik zurückkehrt. Unsere Frage: Wie viele davon haben finanzielle Rückkehrhilfen erhalten, und was

  46. 46. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre Frage. – Die Formulierung „aus Medienkreisen“ ist für mich jetzt nichts Valides. Sie wollen von mir eine konkrete Zahl als Antwort auf eine sehr unkonkrete Frage. Es gibt klare Rechtsgrundlagen. Sie können Ihre Frage gerne schriftlich an die Bundesregierung stellen. Ich glaube, dann bekommen Sie eine kon

  47. 47. Rede · Carl-Julius Cronenberg · FDP

    Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrte Frau Ministerin, im „Handelsblatt“ war am Montag die Einschätzung der Bundesregierung zu lesen, dass die Bürokratiebelastungen infolge der Verschärfung der Entsenderichtlinie durchaus ernst zu nehmen seien. Diese Einsicht begrüßen wir ausdrücklich. Das klang in Ihrer Antwort

  48. 48. Rede · Julia Klöckner

    Ich darf mich für die Frage bedanken. Ich freue mich, dass Sie die Trierer Region und die Südpfalz kennen. Ich selbst komme aus der Mitte, aus Bad Kreuznach und Guldental, auch eine schöne Region. Das Thema Bürokratieabbau betrifft alle Bereiche. Das will ich vorab sagen, weil ich danach das Wort gerne an die für diese

  49. 49. Rede · Kerstin Griese · SPD

    Ich möchte Herrn Cronenberg kurz antworten. – Herr Cronenberg, Sie kennen ja die sauerländische Metallindustrie am besten. Insofern verstehe ich Ihr Anliegen. Selbstverständlich sind wir aus Sicht des BMAS bemüht, die Entsenderichtlinie so umzusetzen, dass sie den Arbeitnehmerinteressen dient und kein unnötiger Bürokra

  50. 50. Rede · Wilhelm von Gottberg · AfD

    Frau Ministerin, eine Frage zu Ihrem Ressort: Inwieweit wird die Bundesregierung hinsichtlich der aktuellen Prognosen, nach welchen die zur Auszahlung der Dürrehilfe benötigten Gelder in einigen Bundesländern nicht ausreichen, den Finanzierungsbedarf aus anderen Mitteln decken? Und die Zusatzfrage: Können wir damit rec

  51. 51. Rede · Julia Klöckner

    Das Besondere an Prognosen ist, dass sie in die Zukunft gerichtet sind. Deshalb kann ich Ihnen nichts zur Verlässlichkeit von Prognosen sagen. Ich beziehe mich auf Daten und Fakten. Es war auch gut, dass ich mich im vergangenen Sommer nicht auf die Prognosen verlassen habe, wonach man mehrere Milliarden Euro brauchte,

  52. 52. Rede · Carina Konrad · FDP

    Sehr geehrte Frau Ministerin, der Wolf war schon Thema. Sie haben im Koalitionsvertrag vereinbart, dass die Sicherheit des Menschen vor dem Wolf höchste Priorität hat. Angesichts dieser Tatsache fragen wir uns, über welche Aspekte zur Wolfsproblematik zwischen Ihnen und der Umweltministerin im vergangenen Koalitionsaus

  53. 53. Rede · Julia Klöckner

    Danke für Ihre Frage. – Natürlich hat die Sicherheit des Menschen oberste Priorität. Wir haben viele Schafrisse, mittlerweile sogar auch Pferd- und Rinderrisse zu verzeichnen. Zum Glück ist uns noch nicht bekannt, dass Menschen zu Schaden gekommen sind. Hier gibt es aber klare Rechtssicherheit. Zu Ihrer Frage, welche T

  54. 54. Rede · Julia Klöckner

    Sie Glücklicher.

  55. 55. Rede · Albert Stegemann · CDU/CSU

    Meine Augen waren größer als mein Hunger. Werden wir die Beste-Reste-Box, die Sie angesprochen haben, auch hier im Deutschen Bundestag irgendwann zu Gesicht bekommen?

  56. 56. Rede · Julia Klöckner

    Danke schön, Herr Kollege Stegemann für die Fragen. – Erst mal Glückwunsch zum Mittagessen! – Dann möchte ich kurz auf unsere Aktion „Zu gut für die Tonne!“ eingehen. Sie ist eine sehr erfolgreiche Aktion. Sie hat dazu geführt, dass wir einen Bundespreis vergeben, um den sich immer mehr bewerben und der eine riesige Br

  57. 57. Rede · Julia Klöckner

    Das mit der Ampel ist halt so eine Sache.

  58. 58. Rede · Julia Klöckner

    Danke, Frau Künast, für diese Frage. – Ich kann mit der Pauschalisierung, die Sie hier vorgetragen haben, dass wir nämlich grundsätzlich eine Überproduktion hätten, nicht mitgehen, auch angesichts der vielen Menschen, die auf dieser Welt hungern. Auch wir importieren aus Ländern, für die es wichtig ist, dass sie produz

  59. 59. Rede · Julia Klöckner

    Da bin ich mir sicher.

  60. 60. Rede · Julia Klöckner

    Das waren jetzt mehrere Fragen. Ich habe nur eine Minute für die Beantwortung all dieser Fragen, nicht wahr, Herr Präsident?

  61. 61. Rede · Julia Klöckner

    Gut. Dann suche ich mir eben eine aus. – Zum Thema Mindesthaltbarkeitsdatum: In der Tat – Sie haben recht – werden Produkte von vielen prophylaktisch weggeworfen; gerade bei Milchprodukten stellen wir das fest. Beim Mindesthaltbarkeitsdatum handelt es sich aber nicht um das Verfallsdatum. Nur: Wenn wir das Verfallsdatu

  62. 62. Rede · Julia Klöckner

    Danke für die Frage. – Wenn ich als Rettungsassistentin an einen Unfallort käme, weiß ich nicht, ob ich mir erst einmal irgendeinen Aufkleber anschauen würde. Das hat eher etwas damit zu tun, ob man darüber informiert ist. Wir haben solche Erfahrungen auch bei Photovoltaikanlagen gemacht. Das sind neue Erkenntnisse. Es

  63. 63. Rede · Steffen Bilger · CDU/CSU

    Das war eigentlich schon ausführlich genug. Nun stellt Dr. Gero Hocker, FDP, die nächste Frage.

Fraktionen

  • Fraktionslos32
  • AfD7
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN6
  • CDU/CSU6
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