Frau Präsidentin! – Vielen Dank für die Frage. Es ist richtig, dass wir, wie auch schon davor bei Corona, mit einem großen Kraftakt die jeweils aktuellen Krisen in den Griff bekommen und bei Corona dann auch überwunden haben. Ich habe es gerade ausgeführt.
Was wir noch nicht geschafft haben – das muss man so klar sagen –, ist, die strukturellen Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie bedeuten einen Mangel an Fachkräften. Es ist ja keine Überraschung, dass wir älter werden und bei einer hoffentlich bald wieder wachsenden Volkswirtschaft genug Hände und Köpfe da sein müssen. Das wird jetzt angegangen. Ich danke für die parlamentarischen Beratungen, um jetzt bald das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz zu beschließen.
Dann muss es auch gelebt werden: Menschen aus der Bildung direkt in den Arbeitsmarkt überführen, Teilhabe von Frauen. Und ich bin der Meinung: Es gilt, auch Menschen, die hier arbeiten wollen und über andere Migrationssysteme zu uns gekommen sind, den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erlauben. All das würde helfen. „Bürokratieabbau“ ist das Wort, das alle im Munde geführt haben; aber jetzt müssen wir es auch wirklich angehen, eben weil die globale Wettbewerbssituation so verschärft wurde.
Der Bereich, in dem wir im letzten Jahr vorangekommen sind, sind neue Handelsverträge. Ich glaube, es sind derzeit sieben, die kurz vor der Verabschiedung stehen oder die Notifizierung schon hinter sich gebracht haben. Ich glaube, es ist selten gelungen, innerhalb von einem Jahr oder einem Dreivierteljahr so viele neue Handelsverträge mit deutscher Unterstützung auf den Weg zu bringen. – Danke.