Sehr geehrte Frau Präsidentin! Lieber Herr Abgeordneter, im Moment haben wir drei FSRU-Schiffe, die in Betrieb sind: Wilhelmshaven 1, Brunsbüttel und über einen Pendelverkehr die privaten Schiffe von ReGas. Zwei weitere provisorische Terminals befinden sich in der Errichtung: Stade und Wilhelmshaven 2. Wenn man grob rechnet, können pro Schiff 3 bis 5 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich angelandet werden. Es gibt Probleme bei den Hinterlandanbindungen und den Leitungen. Insofern kann man das nicht ganz statisch sagen.
Der Füllstand der Speicher nähert sich der 80-Prozent-Marke. Das ist gut, und man kann – Stand jetzt – also sagen, dass wir in eine ganz andere Versorgungslage reinkommen, als wir im letzten Jahr noch befürchten mussten. „Stand jetzt“ schließt aber ausdrücklich mit ein, dass wir eine Kapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas verloren haben. Jetzt – ich habe es gerade gesagt – haben wir etwa Kapazitäten für 12 Milliarden Kubikmeter Gas errichtet, und es kämen dann vielleicht noch mal 8 bis 10 Milliarden dazu, also knapp die Hälfte. Und sollte irgendwo ein Schadensfall passieren, sollte die Energiemenge, die Deutschland verbraucht, steigen und nicht geringer werden, und – vor allem – sollte Ostdeutschland in einen Engpass reinlaufen, fehlen uns meiner Ansicht nach noch Kapazitäten.