Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Minister, auch von meiner Seite: Gute Zusammenarbeit! Das eine kann ich Ihnen jetzt schon sagen: Stolz können wir sein auf unseren Wald. Er ist unser wichtigstes Mittel gegen den Klimawandel.
Es gibt keine größere CO2-Senke in unserem Land; er speichert ungefähr 126 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Damit ist die Forstwirtschaft der einzige Wirtschaftszweig, der CO2 bindet und nicht emittiert.
Außerdem ist der Wald unser wichtigster Rohstofflieferant beim nachhaltigen Bauen mit Holz, was allen Ampelkoalitionsfraktionen wichtig ist.
Daher bedarf es natürlich einer guten Waldbewirtschaftung. Die zahlreichen Leistungen, die unsere Waldbesitzer erbringen, honorieren wir.
Der klimarobuste Waldumbau hat also hohe Priorität. Von den 11 Millionen Hektar Wald müssen ungefähr 3 Millionen Hektar umgebaut werden, und dafür braucht es gute Rahmenbedingungen. Was wir nicht brauchen, sind großflächige Stilllegungen von bewirtschafteten Waldflächen. Stilllegung bedeutet Stillstand, und den darf es beim Klimaschutz auch nicht geben.
Wir müssen natürlich auch nicht heimische Baumarten einsetzen, um uns gegen die Folgen des Klimawandels zu rüsten. Das hat sich auch bewährt, weil der Waldumbau nicht erst heute oder morgen beginnt; den Waldumbau betreiben wir schon seit 30 Jahren. Nicht nur im Privatwald brauchen wir Erneuerung; besondere Standards streben wir auch für die Wälder an, die unmittelbar in Bundesbesitz sind. Bundeswaldflächen, die direkt vom Bund genutzt werden, also die nicht verpachtet sind, sollen nach den FSC-Standards bewirtschaftet werden.
Nur wenn der Waldumbau gelingt, bietet der Wald auch langfristig eine gute Heimat für unsere Wildtiere. Die Jagd ist gelebter Natur- und Artenschutz. Gesunde Wildbestände sind dabei das Ziel, und das funktioniert auch, wenn der Wildtierbestand ideologiefrei reguliert wird. Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter im ländlichen Raum mehr als der Umgang mit den Wölfen. Die letzte Bundesregierung hat uns beim Wolf immer wieder schöngerechnete Zahlen vorgelegt.
Da wollen wir jetzt genau hinschauen. Wir werden die Zahl der in Deutschland lebenden Wölfe realitätsgetreu abbilden.
Dafür brauchen wir natürlich unsere Revierinhaber, die sich am besten in den Revieren auskennen. Das wichtigste Signal an alle Weidetierhalter im Land: Diese Bundesregierung wird den Ländern ein regional differenziertes Bestandsmanagement ermöglichen.
Liebe Kollegen der Union, jetzt fordern auch Sie den Abschuss des Wolfes. Der hätte längst erfolgen können. In meiner Heimat in NRW, wo es größte Probleme mit den Wölfen gibt, ist ausgerechnet eine CDU-Ministerin am Werke, die leider noch keine Lösung gefunden hat. Ich muss sagen, als Ampel: Wir schaffen das!