Ganz, ganz herzlichen Dank für die Frage, weil mir das noch einmal ermöglicht, hier für dieses Bündnis zu werben und Sie noch einmal darüber zu informieren, dass Sie auch in der Wahlkreisarbeit gerne auf dieses Bündnis hinweisen können.
Es sind bereits 480 Unternehmen, Institutionen Mitglied: von der Charité bis zum ZDF, von der Deutschen Bahn bis zu Volkswagen, von Hamburg, glaube ich, bis Dortmund. Es ist auf jeden Fall ein ganz, ganz breites Bündnis. Und jetzt ist auch die Bundesregierung dabei.
Warum ist das so wichtig? Weil sehr viele Frauen von Sexismus betroffen sind. Nach Umfragen sagen mindestens 44 Prozent aller Frauen, dass sie auch spürbar massiv von Sexismus betroffen sind. Das ist natürlich nicht nur ein Thema für die Betroffenen, sondern das ist für uns alle ein gesellschaftliches Thema.
Die Regierung von Australien hat beispielsweise eine Studie in Auftrag gegeben, zu schauen, welche Kosten eigentlich damit verbunden sein könnten. Sie hat festgestellt: Derzeit kostet es Australien 1,5 Milliarden Euro jedes Jahr, weil sexuelle Belästigung nicht irgendetwas ist, sondern weil Frauen beispielsweise deswegen im Schnitt vier Tage lang im Jahr wegen Krankheit fehlen. Das heißt, es ist ein Thema nicht nur für die Stimmung und die Kultur in Unternehmen, sondern es hat auch konkrete Auswirkungen.
Es gibt eine Geschäftsstelle. Wenn man diesem Bündnis beitritt, dann hat man zusätzlich Unterstützung, was man vor Ort gegen Sexismus tun kann. Deswegen lohnt es sich, dem beizutreten: erstens in der Sache und zweitens, um konkrete Hilfestellungen für entsprechende Situationen und Verfahren zu bekommen.