Danke schön. – Herr Schmidt, ich habe eine Frage an das Bundeskanzleramt. Wir haben auf der einen Seite Haushaltschaos, viele Milliarden Euro fehlen; wir haben Wohnungsnot. Auf der anderen Seite haben wir megalomanische Pläne, was das Bundeskanzleramt angeht. Das soll um 25 000 Quadratmeter Bürofläche erweitert werden. 400 neue Büros sollen entstehen, 9 Wintergärten, über 5 Geschosse reichend, eine Kita für mehrere Millionen Euro für 15 Bundeskanzleramtskinder soll errichtet werden, eine Kanzleramtswohnung mit 250 Quadratmetern, ein Hubschrauberlandeplatz in 23 Metern Höhe.
Das Bundeskanzleramt ist – ich habe mal gegoogelt – schon achtmal so groß wie das Weiße Haus, zehnmal so groß wie Downing Street No. 10. Dadurch wird es dann demnächst 16-mal so groß wie das Weiße Haus und 20-mal so groß wie Downing Street No. 10 sein. Die Kosten dafür wurden mal geschätzt auf, glaube ich, 300 Millionen Euro, inzwischen sind wir bei 777 Millionen Euro. Das läuft Richtung 1 Milliarde Euro.
Meine Frage an Sie: Passt dieses wirklich größenwahnsinnige Projekt, passt diese Megalomanie noch in die heutige Zeit? Oder wäre es nicht besser, die sich abzeichnenden 1 oder 2 Milliarden Euro in den Wohnungsbau zu investieren?