Danke für die Zulassung der Zwischenfrage, Frau Winkelmeier-Becker. – Wir beide gehörten in der letzten Wahlperiode der interparlamentarischen Arbeitsgruppe „Prostitution“ an, angeführt von Herrn Heinrich, der nicht mehr MdB ist, – und Frau Breymaier, die gleich sprechen wird. Es gab am Ende kein gemeinsames Statement – jedenfalls wurde uns das gesagt –, aber wir haben eine Stellungnahme unsererseits abgegeben. Das waren die MdBs Spangenberg, langjähriger Verwaltungsbeamter, Jens Maier, Richter am Landgericht, Dr.med. Robby Schlund, meine Wenigkeit und teilweise Ex-Staatsanwalt Seitz.
Ich erinnere mich, dass damals – genauso wie Sie es in Ihrer Rede getan haben – extrem einseitige Beispiele genannt wurden. Es wurden keine Angehörigen der betroffenen Gruppe, keine Sprecher, keine Vereine oder NGOs, die in diesem Bereich tätig sind, angehört. Es wurden absolute Schreckensbeispiele, noch dazu mit ausländischem Hintergrund, angeführt.
Ist Ihnen klar, dass Sie als CDU/CSU nach dem Coronaregime wieder in die bürgerlichen Freiheiten eingreifen wollen?
Sie drehen es zurück noch vor die Stein/Hardenberg’schen Reformen in Preußen zwischen 1807 und 1815, und das vor dem Hintergrund der Coronaerfahrungen sowie einer ausgiebigen Thematisierung und Legalisierung vor rund 20 Jahren.