Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich muss gestehen: Ich hätte nicht erwartet, dass die Debatte über dieses Thema eine solch emotionale wird. Ich wünschte mir so viele Emotionen manchmal bei anderen Themen.
Lassen Sie mich in der Kürze der Zeit auf zwei, drei Punkte hinweisen.
Es handelt sich um ein wichtiges Grundlagenforschungsprojekt. Wenn man die Debatten im Ausschuss verfolgt, weiß man, dass es immer um die Frage geht – das hört man insbesondere sehr stark von der Union –, wie mehr in die Grundlagenforschung investiert werden kann.
Lassen Sie uns über dieses Projekt dann im Ausschuss debattieren.
Die zweite Frage lautet: Was kommt finanziell auf uns zu? Bis 2030 ist der Betrag fixiert. Da kann man fragen: Was ist nach 2030? – Kollege Albani hat das Thema Verlässlichkeit angesprochen. Richtig, Verlässlichkeit ist in der Wissenschaft ein wichtiger Punkt. Aber man muss natürlich auch bereit sein, wenn sich Umstände ändern, wenn sich Projekte als nicht erfolgreich bewiesen haben, wenn sie sich als schwierig erweisen, sie wieder infrage zu stellen. Ich denke, es wäre auch in der Vergangenheit sinnvoll gewesen, den Loop zu prüfen und zu schauen: Lohnt sich ein Projekt noch? Machen wir es weiter? – Aber abzuschneiden, ist eben immer schwieriger, als sie einfach großzügig auszugeben.
Meine Damen und Herren, ich möchte deswegen noch mal darauf hinweisen: Wir stärken mit diesem Projekt Leuchttürme in der deutschen Forschungslandschaft. In der Astronomie haben wir eine führende Position, und es ist wichtig, dass unsere Forschenden in diesem Bereich Optionen haben. Im Moment hat Deutschland einen beobachtenden Status. Als Mitglied haben wir aber auch die Möglichkeit, bei Entscheidungen mitzusprechen. Ein kleiner Blick in die Regeln zeigt: Hinsichtlich des Finanzplans müssen einstimmige Entscheidungen getroffen werden. Das nur als kleiner Hinweis darauf, was die Konsequenzen sein können. Das Weitere dann im Ausschuss.