Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Sie erleben heute etwas Ungewöhnliches von mir. Ich lasse Sie teilhaben an meinen Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, als ich die Überschrift des CDU/CSU-Antrages las. Ich dachte: Hat die CDU noch alle Tassen im Schrank?
Und ich dachte weiter: Haben unser Land und unser Volk wirklich keine anderen Probleme?
Mir ging durch den Kopf: Was ist aus dieser CDU, dieser einst großartigen bürgerlich-konservativen Partei, unter Frau Merkel und jetzt unter Herrn Merz bloß geworden?
Als ich vor drei Jahren das erste Mal diesen Plenarsaal betrat, glaubte ich wirklich daran, dass wir hier gemeinsam Politik zum Wohle des deutschen Volkes machen, so wie es draußen noch dransteht: „Dem deutschen Volke“.
Ich wurde diese drei Jahre lang fast nur enttäuscht. Und dieser Antrag der CDU ist einer der negativsten Höhepunkte.
Für mich ist dieser Antrag eine Verhöhnung der fleißig arbeitenden Bürger, von denen viele nicht wissen, ob sie am Ende des Monats überhaupt noch ihr Essen bezahlen können oder ob sie dafür Flaschen sammeln oder zur Tafel gehen müssen.