Vielen Dank, Frau Präsidentin, für das Zulassen der Frage. Vielen Dank auch an Sie, Frau Kollegin Scheer. – Erstens – das nur als Bemerkung –: Sie sind anderer Meinung bei der CO2-Bepreisung – darauf komme ich gleich noch –, aber das ist ja kein Widerspruch bei uns.
Wir wollen den CO2-Preis in der Tat zum zentralen Lenkungsinstrument machen. Ihr Gegenargument ist, wenn ich mal bei der Wirtschaft anfangen darf, das würde für einige Industrien zu teuer werden. Es würde teuer werden. Wenn er wirken soll, muss es irgendwann über die Zeit teuer werden; das ist schon so. Aber es ist mindestens genauso teuer, wenn ich das über das Ordnungsrecht mache,
weil ich dann nämlich das Timing des Umstieges planwirtschaftlich vorgebe. Das erhöht die Kosten und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt investiert wird. Insofern akzeptiere ich, dass wir einen Meinungsunterschied in der Frage haben. Aber es ist jedenfalls keine widersprüchliche Argumentation in unserem Konzept. Wir sagen: Wenn wir die Wirtschaft aus der fossilen Energie herausführen wollen – ich glaube, in der Frage sind wir einer Meinung – und wenn wir die Dekarbonisierung wollen, dann ist es einfacher für die Wirtschaft, sich umzustellen, wenn wir das über einen CO2-Preis machen, als wenn wir es über Verbote machen; denn nichts anderes ist ja Ordnungspolitik.