Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Der Antrag der FDP-Fraktion, eine 48-Stunden-Woche zu ermöglichen und für die wöchentliche Arbeitszeit durchzusetzen, dass man möglicherweise zwölf Stunden am Tag arbeiten muss, ist schon harter Tobak.
Wenn man mit den Kollegen und Kolleginnen in den Betrieben redet, dann sagt keiner von denen, dass sie das möchten. Die sagen in dem Moment vielmehr, dass Arbeit und Familie vereinbar sein müssen.
Sie sagen, eine Viertagewoche wäre möglich,
eine 32- oder 35-Stunden-Woche wäre gut für sie. Aber das, was Sie wollen, will keiner.
Ich war 23 Jahre bei Edeka und zum Schluss Betriebsratsvorsitzender. Wenn ich mit dem Arbeitgeber verhandelt habe, hat sich nicht einmal der das gewünscht, was Sie vorschlagen. Er hat einfach gesagt, er braucht mehr Hände und Köpfe, um den Arbeitsablauf flexibel gestalten zu können. Das ist Fakt. Und daher: Die Unternehmer wollen das, was Sie hier vorschlagen, überhaupt nicht.
Herr Merz hat gesagt, dass die Deutschen im Jahr 200 Stunden mehr arbeiten sollen. Dazu muss man doch einfach mal eines festhalten: Mehr arbeiten heißt doch nicht mehr Effektivität. Jemand, der wenig arbeitet, kann auch sehr effektiv sein.
– Das ist so.
Ich glaube, man kann zusammenfassen, dass das, was Sie hier wollen, am Ende niemand sonst will,
und man muss feststellen, dass CDU und FDP am Ende auf einer politischen Geisterfahrt unterwegs sind.
Das will keiner, und Sie sind absolut alleine mit dieser Meinung.
Der nächste Punkt, der erwähnt werden muss, ist rein volkswirtschaftlicher Art.