Das, was in Deutschland stattfindet, ist etwas, über das ich sehr froh bin. Wir haben endlich eine Gesetzgebung in Aussicht über einen höheren Mindestlohn, nämlich 12 Euro, der in diesem Jahr noch kommen wird. Der wird dazu führen, dass viele, viele Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld verdienen, als sie gegenwärtig verdienen.
In diesem Zusammenhang haben wir ein festes Verhältnis für die Grenze der Minijobs im Verhältnis zur Entwicklung des Mindestlohns beschrieben; das ist ein Stück Rationalität für die Zukunft. Aber wir haben uns genau wegen der von Ihnen gestellten Frage auch Gedanken darüber gemacht, wie man den Übergang möglichst gut organisieren kann, damit niemand, der jetzt wegen des höheren Mindestlohns mehr Geld verdient, sich gewissermaßen bewegt fühlt, darauf zu verzichten, sozialversichert beschäftigt zu sein. Deshalb gestaltet ein Teil des Gesetzgebungsvorhabens, das wir auf den Weg gebracht haben, hier die Gleitzone noch freundlicher aus mit der klaren Perspektive: Jeder höhere Lohn soll auch zu einem höheren Nettoeinkommen führen. Das ist die Zielsetzung.