Schönen Dank für die Frage. – Wir hatten dieses Thema jetzt schon von verschiedenen Seiten beleuchtet. Wenn wir es schaffen wollen, uns unabhängig zu machen von fossilen Importen aus Russland, wenn wir es schaffen wollen, 2045 in Deutschland klimaneutral wirtschaften zu können, dann wird das in eine Strategie eingebettet sein müssen, die die ganze Welt verfolgt. Diese Strategie ist nicht eins zu eins mit unserer identisch; aber um die Mitte des Jahrhunderts sollen entsprechende Fortschritte überall erreicht sein.
Deshalb ist es notwendig, dass all die Länder, die vielleicht unterschiedliche Wege gehen, aber das gleiche Ziel verfolgen, sich gegenseitig unterhaken. Was keinen Sinn macht, ist, dass jedes Land seine eigenen Maßnahmen beschließt, dann seine eigene Industrie mit Zöllen oder Grenzausgleichmechanismen oder sonst was beschützt und dann alle miteinander kämpfen. Vielmehr sollten sich diejenigen, die in der gleichen Richtung unterwegs sind, verbünden und in einem offenen Klimaklub, der für alle zugänglich ist, gewissermaßen als „Like Minded“ den Kampf gegen den Klimawandel aufnehmen. Angesichts der Tatsache, dass das eine globale Herausforderung ist, ist das erst recht richtig.
Wir haben das überall auf die Agenda gesetzt, ob das nun die G 20, G 7, die OECD, der Internationale Währungsfonds oder die Europäische Union sind. Wir haben auch viel Unterstützung bekommen, auch in den entsprechenden Beschlussfassungen der Europäischen Räte. Für die G-7-Präsidentschaft Deutschlands ist das einer der ganz großen Punkte, die wir uns vorgenommen haben. Ich sehe, dass es dafür viel Unterstützung gibt. Deshalb glaube ich, dass das auch zu den Dingen gehört, die wir in unserer Präsidentschaft voranbringen können.