Herr Bundeskanzler, der Bundesnachrichtendienst warnt vor Schleusernetzwerken, die die Fluchtbewegung aus der Ukraine ausnutzen. Möglicherweise würde die Lage auch von Mitgliedern terroristischer Gruppierungen genutzt. Den Erkenntnissen der Behörde zufolge mischen sich jetzt unter die Flüchtlinge aus der Ukraine auch ganz andere Migranten von der Balkanroute und der Ostroute, Schleuser fälschen gezielt ukrainische Personaldokumente, bieten diese im Netz an. Gleichzeitig sagt die Deutsche Polizeigewerkschaft, es würden überhaupt nur 60 Prozent der Flüchtlinge kontrolliert.
Sind Sie wie auch die Innenministerin vor diesem Hintergrund dennoch nicht willens, bei den Grenzüberschreitungen für eine vollständige und täuschungsfreie Registrierung samt erkennungsdienstlicher Erfassung der Identität zu sorgen, und nehmen also durch diese Verweigerung vollständiger Kontrolle wie 2015 sehenden Auges die Betrugsfälle und die Sicherheitsrisiken für Deutschland in Kauf?