Zu dieser Ausbildung gehört, dass man mit diesem hochmodernen Gerät umgehen kann. Das ist eine computergestützte Panzerhaubitze. Dazu muss man in der Lage sein, gerade wenn man im Gefecht ist, all das, was beispielsweise an Fehlermeldungen angezeigt wird, zu handhaben. Es gab zum einen die Ausbildung in Bezug auf Sprache; denn das System ist ursprünglich auf Deutsch bzw. Englisch, ist jetzt aber auf Ukrainisch angepasst worden. Zum anderen muss man auch im Verband damit umgehen können. Es ist ja selten, dass man nur mit einer Panzerhaubitze fährt, sondern es macht Sinn, wenn man das ergänzen kann. Auch das gehört zur Ausbildung. Das macht deutlich, wie umfangreich diese Ausbildung ist und – ich sage auch – sein muss. Deswegen war es richtig, dass wir darauf bestanden haben, dass die ukrainischen Soldaten daran entsprechend ausgebildet werden.
Ich weiß, es gab die Forderung: Schickt die jetzt sofort! Das kann man sich doch irgendwo anlesen. – Es gab den schlauen Hinweis: „Macht doch eine Hotline! Dann kann man da anrufen“ oder auch: Ein Youtube-Video könnte man machen. – Ich kann nur sagen: Wer sich einmal angeschaut hat, was für eine hochmoderne Waffe das ist und was damit verbunden ist, wird solche Vorschläge nicht machen. Das ist zynisch; denn die Soldaten, die in der Ukraine im Gefecht diese Waffe bedienen müssen, müssen dazu auch in der Lage sein – zu ihrem Schutz, zum Schutz der Kameraden und auch zum Schutz der Haubitze. Deswegen war es richtig, darauf zu drängen, dass diese Ausbildung genau so, wie sie vorgesehen war, durchgeführt wurde. Wir haben sie schon zeitlich auf das Nötigste reduziert. Aber ich sage noch einmal: Es war wichtig und richtig, darauf zu bestehen.
Herr Kollege, Sie haben die Gelegenheit zu einer Nachfrage.