Sie haben zu Recht beschrieben, dass sich der Terrorismus nicht nur in Mali, sondern im ganzen Sahel weiter ausbreitet. Wir sehen die positiven Ergebnisse, die wir uns erwünscht haben, nicht. Das muss ich genauso beschreiben wie Sie, und so machen es auch die malische Regierung und die Regierung in Niger, wo wir ja mit Gazelle engagiert sind.
Aber die Frage, die sich stellt, wenn sich die Vereinten Nationen aus MINUSMA und damit komplett aus dem Sahel zurückziehen, wenn sich alle anderen aus Mali komplett zurückziehen, ist, was das dann für den Sahel bedeutet, für diese Region. Es gäbe dann auch keinerlei Unterstützung wie beispielsweise unseren deutschen Beitrag zur Aufklärung mehr. Das ist ja die Aufgabe, die wir bei MINUSMA hauptsächlich wahrnehmen: dazu beizutragen, dass Terroristen zurückgeschlagen, zurückgedrängt werden können. Das ist unser Beitrag; aber da ist die Bundeswehr nicht alleine, sondern sie ist eingebunden in ein VN-Mandat, eine VN-Mission. Das ist eben der Ansatz: nicht einzelne Länder, nicht einzelne Beiträge, sondern zusammen die Möglichkeit zu schaffen, dass aufgeklärt und dann eben auch zurückgedrängt werden kann. Das ist der Ansatz.
Aber Sie haben recht: Wir erleben derzeit, dass sich der Terrorismus wieder verstärkt. Und die Frage, die sich daraus ergibt, ist: Was bedeutet es, wenn wir alle uns zurückziehen? Wir sind daran interessiert, den Kampf gegen den Terrorismus weiter zu unterstützen.
Ich will eine Ankündigung machen. Ich würde jetzt diese Befragung noch bis ungefähr 14.15 Uhr fortführen, würde mit dem nächsten Fragesteller, wenn es jetzt zu diesem Thema keine weiteren Fragen gibt, weitermachen, und danach gehen wir zur Fragestunde über.
Der nächste Fragesteller ist der Kollege Wadephul aus der CDU/CSU-Fraktion.