Ich habe mich heute nicht im Kabinett eingebracht, weil es keine Kabinettssitzung gab. Die letzte Kabinettssitzung fand letzte Woche statt. Wir sind eng im Gespräch mit dem Bundeswirtschaftsminister – mein Haus und das Haus des Wirtschaftsministers, aber auch wir persönlich – über die Frage, wie wir dazu beitragen können, dass der notwendige Bedarf, auch was die Energiesicherung der Lebensmittelwirtschaft, der Düngerindustrie angeht, von allen gesichert werden kann. Es kann, glaube ich, keine zwei Meinungen darüber geben, dass das geradezu existenzsichernd ist, und es gibt insofern bei der Priorisierung keine zwei Meinungen darüber, dass die ganz vorne sind.
Was die Frage angeht, ob man darüber hinausgehende Maßnahmen trifft: Es gab ja auch die Forderung, einen Düngervorrat anzulegen. Ich versuche gerade, mir das praktisch vorzustellen, wie das hätte aussehen sollen: Der Staat greift in den Markt ein, schafft einen Düngervorrat, schafft dadurch eine Verknappung und logischerweise einen Anstieg der Preise mit dramatischen Konsequenzen. Also, da bin ich doch immer noch ein Fan des Marktes und finde, wir müssen schauen, wie wir dazu beitragen, dass der Markt funktioniert. Aber ich glaube nicht, dass es der bessere Weg ist, wenn der Staat jetzt einen Düngervorrat schafft. Das würde nur zu einer künstlichen Verteuerung der Preise führen. Das wäre, glaube ich, keine gute Idee.