Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Herr Minister, auch wenn das eben hier anders angeklungen ist: Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Darüber sind wir uns ja einig, und dazu haben wir uns auch als Koalitionspartner verständigt.
Der schreckliche Krieg hat uns auf eine dramatische Art und Weise vor Augen geführt, was ich persönlich 2022 nicht mehr für möglich gehalten hätte, nämlich dass Hunger auf dieser Welt wieder als Waffe eingesetzt wird. Und wir merken ja auch bei uns, dass die Inflation tatsächlich dazu führt, dass die Menschen an der Supermarktkasse überlegen, für was sie ihren Euro noch ausgeben können, sprich: Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Wenn es keine Ernährungssicherheit gibt, gerät die Nachhaltigkeit auch ein Stück weit unter die Räder.
Zur Landwirtschaft. Die Winzer sind in vielen Regionen Deutschlands in heller Aufruhr, weil die EU-Kommission einen Vorschlag gemacht hat, der aus unserer Sicht für ein Land, das schon sehr weit, gerade in puncto Nachhaltigkeit, vorangegangen ist, zu großen Problemen führt. In sehr vielen Regionen Deutschlands sollen Pflanzenschutzmittel in sensiblen Gebieten nicht mehr eingesetzt werden.
Ich habe mich sehr gefreut, Herr Minister, dass Sie diese Schieflage der Kommission hier auch sehr klar benannt haben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle fragen: Was tun wir jetzt weiterhin? Wie bringen wir uns ein, damit die Europäische Kommission diese Schieflage korrigiert?