Schönen Dank für Ihre Frage. – Ich will Ihnen erst mal bestätigen, dass es ein zentrales Ziel ist, die Bauleistung in Deutschland kontinuierlich nach oben zu treiben, damit dann regelmäßig 400 000 Wohnungen gebaut werden. Dass wir das können, kann man daran sehen, dass wir, wenn man West und Ost zusammenrechnet – nageln Sie mich nicht auf die Zahl fest –, 1972 etwa 800 000 Wohnungen gebaut haben. Das ist also keine unerfüllbare Aufgabe.
Aber das bedeutet, dass die Unternehmen, dass diejenigen, die investieren, und dass die Städte, Gemeinden und alle anderen diese Perspektive auch so im Blick haben, dass sie langfristige Investitionen zur Ausweitung ihrer Kapazitäten treffen, damit diese Zielsetzungen auch erfüllt werden können. Das versuchen wir zu unterstützen mit dem Bündnis bezahlbarer Wohnraum und den Verabredungen, die dort getroffen worden sind, damit sehr viele im Einzelnen beschriebene Beschwernisse des Bauens abgebaut werden, und wir arbeiten jetzt daran, sie alle eins nach dem anderen in großem Tempo zu beseitigen.
Gleichzeitig brauchen wir eine Vereinheitlichung. Wenn wir seriell bauen wollen – was übrigens nicht „Platte“ heißt, wie es von einigen immer behauptet wird –, also die Grundstruktur öfter die gleiche ist, dann bedeutet das auch, dass man mit dem einmal irgendwo in Deutschland genehmigten Haus auch vielleicht anderswo noch reüssieren kann, ob nun als Eckhaus, als Mittelhaus, als Turmhaus oder als einzelnes Objekt, wenn es um Mehrfamilienwohnungen geht. Diesen Fortschritt müssen wir unbedingt erreichen, weil das eine Verbesserung für viele Unternehmen bedeutet, die sich dann darauf verlassen können, dass sie mit der Grundstruktur, die sie schon mal genehmigt bekommen haben, auch an anderen Stellen in Deutschland bauen können. Mein Eindruck ist, dass das auch zu erheblichen Kostenreduktionen führen wird; denn ein erheblicher Teil der Kosten des Wohnungsbaus ist mit den Planungs- und Genehmigungsprozessen verknüpft.
Sie haben eine Nachfrage. Bitte schön.