Sehr geehrter Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Verehrtes Publikum! Da sind wir wieder. Der Titel der Aktuellen Stunde der Grünen lautet „Klimakrise spitzt sich zu – Bundesregierung darf Klimaschutz nicht hintenanstellen“. Es ist logisch, dass das von Ihnen kommt, schließlich wollen Sie Ihre grüne Ideologie in den Vordergrund stellen, während Sie die wirtschaftlichen Interessen unseres Landes und die Freiheiten unserer Bürger hintenanstellen.
Und das alles nur, weil Sie, diverse NGOs, Stiftungen sowie staatlich finanzierte Wissenschaftler der Meinung sind, dass CO2 was ganz, ganz Böses ist. Ich als Fachmann aus der Praxis – Umweltexperte –,
der in seinem Leben schon über 10 000 Emissionsschutzmessungen gemacht hat und bestens mit der Zusammensetzung der Luft vertraut ist, will hier mal ein paar wissenschaftliche Fakten schaffen:
Unsere Luft besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff, zu 21 Prozent aus Sauerstoff, zu 0,9 Prozent aus Argon, zu 0,04 Prozent aus Kohlendioxid, dazu kommen noch geringe Mengen an Methan, Helium, anderen Edelgasen und Staub.
– Können Sie mal ein bisschen still sein?
Sie legen stets den Fokus auf diese 0,04 Prozent CO2.
Das sind 440 ppm. Dieser Wert hat sich übrigens seit 100 Jahren nicht mehr geändert. Gucken Sie mal in ein altes Buch!
Für diejenigen von Ihnen, die noch nie eine Berufsschule oder einen Hörsaal von innen gesehen haben
– klar, dass Sie da laut werden; Sie fühlen sich ja angesprochen –: 440 ppm CO2, das bedeutet: Von 1 Million Teilchen in der Luft bestehen 440 aus CO2. Es gab Epochen auf unserem Planeten, wo dieser Anteil mehr als dreimal so hoch war.
Und was war? Das Leben hat floriert. Es war herrlich!
Die Fauna, die Flora: Alles hat aufgeblüht. Es gab reichlich Pflanzen. Dafür müssen wir noch nicht mal in die Zeitalter Jura, Trias oder Kreide zurückgehen. In der Trias lag übrigens der CO2-Gehalt bei 1 500 ppm; nur mal so. Wir haben jetzt 440.
– Damals gab es noch keine Menschen.
Aber Sie können ja mal die Dinosaurier fragen. Ich wüsste auch nicht, dass die Dinos damals Kohlekraftwerke betrieben hätten. Aber vielleicht wissen Sie das ja besser.
Im Jahr 1600 nach Christus hatten wir in Europa eine kleine Eiszeit. Um das 9. und 11. Jahrhundert gab es eine mittelalterliche Warmzeit. Zu dieser Zeit konnten die Briten bei sich Wein anbauen, und Grönland wurde „Grünes Land“ genannt, weil es eisfrei war, und nicht, weil es von ein paar Grünen erobert wurde.
Sie sehen also: Die Temperaturen schwankten schon immer auf unserer Erde. Es gab Kaltzeiten, es gab Warmzeiten, immer im gleichen Rhythmus.
Die sind auch ohne anthropogenes CO2 gekommen.
Kaiser Karl, die Franken, Heinrich IV. sind in die Schlacht mit Pferden geritten und nicht mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.
Die hatten übrigens auch keine Langstreckenraketen oder Taurus-Marschflugkörper, liebe CDU,
was bestimmt konträr zu der Verpflichtung im Grundgesetz zur Klimaneutralität steht.
Aber mal angenommen, man würde dieser Theorie vom erheblichen Einfluss des Menschen auf das Weltklima folgen. Wie wirken sich dann Naturereignisse wie jetzt der Ausbruch des Ätna am 12. Mai auf Ihre Berechnungen aus?
Der Ätna stieß bereits in Jahren ohne Ausbruch 25 Millionen Tonnen CO2 im Jahr aus.
Es gibt derzeit 1 500 aktive Vulkane. Wenn die anderen Vulkane nur ein Drittel weniger CO2 als der Ätna ausstießen, dann kämen wir auf 25 Milliarden Tonnen CO2 – 25 Milliarden!
Deutschland emittiert im Jahr 572 Millionen Tonnen. Merken Sie selber, nicht?
Dabei fand ich als Kind Ihre Partei sogar mal richtig cool. Ich dachte: Geil, die Grünen, die schützen Tiere,
die wollen unsere Wälder und Natur schützen. – Aber gut, früher, da war ich noch ein kleiner Küttel. Ich war jung und naiv. Ich hatte so viel Ahnung von Politik und Naturwissenschaften wie Annalena Baerbock heute von deutscher Grammatik
oder wie Lars Klingbeil von harter Arbeit und Finanzpolitik.
Fragen Sie sich mal bitte, warum Länder wie die Niederlande ihre Gewächshäuser extra mit CO2 befüllen. Fotosynthese!
Pflanzen brauchen Kohlendioxid; das ist lebenswichtig für sie. Bei einer erhöhten Konzentration von CO2 wachsen diese nämlich schneller. Die bilden mehr Blattgrün, mehr Traubenzucker und können dann im Anschluss noch mehr CO2 aufnehmen und binden.
Darum waren die Pflanzen und Bäume in der Urzeit ja auch so groß.
Und tun Sie mir noch einen Gefallen: Stellen Sie die Windkrafträder, die unsere Natur zerstören, nicht in unsere Wälder rein. Wenn die Dinger abfackeln, wird zusätzlich SF6 freigesetzt, was circa 24 000-mal schädlicher als CO2 ist.
Ihre Maßnahmen schaffen lediglich Probleme, und zwar komplett neue.
Herr Abgeordneter, denken Sie an Ihre Redezeit.
Ich komme sofort zum Schluss.
Aber ich sehe auch keine Klimakrise auf uns zukommen. Einzig und allein: Ich bekomme eine Krise, wenn ich Ihnen zuhören muss.
Und ich habe auch die Lösung für Ihre Probleme: Wir haben überall CO2-Filteranlagen.
Herr Abgeordneter!
Die Dinger nennen sich Bäume. Also, pflanzen Sie neue Bäume, dann klappt das auch mit dem Klimaschutz!
Vielen Dank für Ihre aufgeregte Aufmerksamkeit.
Für die SPD-Fraktion darf ich aufrufen den Abgeordneten Jakob Blankenburg.