Herr Kollege Dahmen, das war nicht korrekt zitiert.
Was ich gemacht habe, ist: Ich habe berichtet. Ich hatte übrigens mit Ihnen und vielen anderen eine, wie ich es empfunden habe, echt gute Zusammenarbeit in dieser schwierigen Zeit und bin dafür bis heute dankbar. Ich war regelmäßig wöchentlich im Gesundheitsausschuss, im Haushaltsausschuss. Wir haben ja nicht irgendwo allein, unverbunden mit den parlamentarischen Gremien oder mit anderen in der Regierung da irgendwie gehockt und gemacht. Ich war dort regelmäßig, wie Sie wissen, und habe Rede und Antwort gestanden.
Und ja – und nur das wollte ich sagen –, wir haben regelmäßig miteinander gesprochen, aber ich habe damals niemanden erlebt – ich meine nicht nur Sie; niemanden, nicht mal die da –,
der gesagt hat, wir bräuchten nicht mehr Masken und nicht mehr Schutzmaterial in dieser schwierigen Zeit. Wenn Sie fragen, wie hoch der Bedarf war: Ich hätte Sie mal sehen wollen, wenn wir nicht in der ersten Welle so viel gekauft hätten, dass wir im Fall einer zweiten und dritten Welle, wenn China dann wieder zugemacht hätte und keine Masken mehr gekommen wären, nicht genug bevorratet hätten. Was hätten Sie denn dann gesagt?
Was hätten Sie dann gesagt?
Sie hatten jetzt dreieinhalb Jahre Zeit für Ihre Vorstellungen, wie man die Dinge angeht. Sie haben es nicht gemacht. Das muss man hier auch mal festhalten.
Wir wollen eine Aufarbeitung, die vor allem lehrt
und lernt,
die vor allem lernt aus dem, was gut gelaufen ist – es ist übrigens vieles gut gelaufen –, aber auch aus dem, was wir in Zukunft besser machen können. Denn eines sage ich auch – auch mit Blick auf laufende Haushaltsberatungen –: Stand heute ist dieses Land nicht viel besser auf eine Pandemie vorbereitet, als es das vor fünf Jahren war.
Deswegen machen wir eine Aufarbeitung in einer Enquete-Kommission,
die nach vorn gerichtet lernen will,
die am Ende nicht ein Geschäft macht, das den Falschen hilft, sondern die im Ergebnis dafür sorgt, dass die Dinge künftig besser gemacht werden.
Das ist unser Ansatz.