Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Eckert, auch ich finde Sportstätten wichtig und ich bin guter Hoffnung, dass wir uns erfolgreich darum bemühen werden, ein Sportstättenprogramm zu unterstützen. Manche Dinge gelingen in der einen Koalition, in der anderen nicht. Aber ich bin sicher: Schwimmen für Jugendliche ist ein ganz wichtiges Thema in diesem Land. Darum müssen wir uns wirklich bemühen.
Mit dem Einzelplan 04 beraten wir heute über zentrale gesellschaftliche Bereiche unseres Landes, nämlich – es wurde schon vorher in der Debatte erwähnt – über Sport und Ehrenamt sowie Kultur und Medien. Dass diese Themen nun im Bundeskanzleramt verankert sind, ist mehr als eine organisatorische Entscheidung. Es ist ein sehr gutes politisches Signal. Alle vier Felder haben eines gemeinsam: Sie fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt, schaffen Teilhabe, vermitteln Werte und stiften Identität.
Kommen wir zum Sport. Sport ist weit mehr als Wettkampf und körperliche Fitness. Er bringt Menschen zusammen – über soziale, kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg. Gleichzeitig ist Sport auch ein Raum für Leistung, Motivation und persönliche Entwicklung. Wer trainiert, will besser werden und lernt dabei Disziplin, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Diese Leistungsorientierung, gerade im Zusammenspiel mit Fairness und Teamgeist, ist ein wichtiger Baustein für unsere Gesellschaft, ob im Breitensport oder auf dem Weg zum Spitzensport.
Gerade für Kinder und Jugendliche ist Sport dabei ein Erfahrungsraum; denn wer Sport treibt, lernt, Verantwortung zu übernehmen, mit Erfolg und Niederlagen umzugehen. Es geht nicht nur ums Gewinnen; es geht auch darum, Teil einer Gemeinschaft zu sein und zu lernen, dass man gemeinsam stärker ist. Noch wichtiger ist aber aus meiner Sicht, dass man lernt, mit Niederlagen umzugehen und auch wieder aufzustehen.
Sport schafft Teilhabe auf dem Land wie in der Stadt, im Verein wie auf dem Bolzplatz. Wir haben in Deutschland 86 000 Vereine und 28,8 Millionen Mitglieder, die im organisierten Sport aktiv sind.
Aus dem Regierungsentwurf für den Haushalt 2025 hebe ich jetzt nur zwei Maßnahmen hervor: die 1,2 Millionen Euro, die für die Vorbereitung einer deutschen Olympiabewerbung eingeplant sind, und die 1,5 Millionen Euro für „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“.
Sport funktioniert nicht ohne Menschen, die ihn tragen. Das gilt weit darüber hinaus. Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft.
Es ist Ausdruck gelebter Subsidiarität, dort, wo Menschen freiwillig Verantwortung übernehmen: in der freiwilligen Feuerwehr, im THW, im Brauchtumsverein, in Musikvereinen, Kulturinitiativen und in der Nachbarschaftshilfe. Was das deutsche Ehrenamt so besonders macht, ist seine enorme Breite und Tiefe. Deutschland zählt über 600 000 eingetragene Vereine. Damit gibt es Vereine in fast jeder größeren Stadt, in jedem Ortsteil, in jedem Dorf. Das ist gelebte Gemeinschaft in Deutschland.
Es ist wichtig, dass wir im Koalitionsvertrag einige Maßnahmen vereinbart haben: vom Bürokratieabbau für Vereine und Engagierte bis zur Erhöhung der Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale. Und lassen Sie mich ergänzen: Wir müssen auch darüber reden, dass das Ehrenamt von drückenden Haftungsfragen gegängelt wird. Es ist unser Ziel, an dieser Stelle verlässliche Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen zu schaffen.
Ich hätte gerne auch noch über die Kultur geredet, aber das hat Staatsminister Weimer so umfassend gemacht, dass ich mir das für die zweite und dritte Lesung aufspare und an dieser Stelle nur sagen möchte: Ich wünsche uns allen gute parlamentarische Haushaltsberatungen, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen Berichterstattern dieses Einzelplans.
Vielen Dank.
Vielen Dank. – Als Nächstes hat das Wort für die AfD-Fraktion der Abgeordnete Ronald Gläser.