Kollege Roloff, ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Frage, weil sie mir Gelegenheit gibt, einmal etwas ganz Grundsätzliches zur Grundstoffindustrie und hier zur Stahlindustrie zu sagen.
Wir haben alle – so hoffe ich jedenfalls – ein gemeinsames Interesse daran, dass die Stahlproduktion in Deutschland auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter möglich bleibt. Ich möchte Deutschland nicht abhängig sehen von Stahlimporten aus anderen Ländern, gleich, wo diese Länder sein mögen, ob in Europa, in Amerika oder China. Deutschland muss eine eigene Stahlindustrie haben.
Wir wollen deswegen sehr viel unternehmen, um das auch zu ermöglichen. Sie wissen vermutlich, dass ein prominentes Unternehmen vor wenigen Tagen mitgeteilt hat, dass es die Bemühungen um eine Direktreduktionsanlage eingestellt hat, weil dies kostenmäßig nicht darstellbar sei.
Ich stehe im engen Dialog mit den Stahlunternehmen in Deutschland, mit der Branche, und ich habe gerade gestern – ich darf das, glaube ich, hier sagen, weil das auch öffentlich war – mit dem IG-Metall-Hauptvorstand eine gute Stunde hier in Berlin genau über dieses Thema gesprochen. Ich habe den Vorschlag auch noch einmal vorgetragen bekommen, zu einem Stahlgipfel einzuladen. Ich habe von meiner Seite aus zugesagt, dies sehr wohlwollend zu prüfen.
Bei einem solchen Gipfel muss allerdings auch ein Ergebnis herauskommen. Wenn wir uns nur treffen, um uns zu treffen und schöne Bilder zu machen, dann wird ein solcher Gipfel kein Ergebnis bringen. Ich möchte, dass wir ein Ergebnis haben. Und wenn ein Ergebnis möglich ist, werde ich dazu auch einladen.
Herr Roloff, haben Sie noch eine Nachfrage?