Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, es ist heute noch viel zu früh, um den Satz zu sagen: Was lange währt, wird endlich gut. – Aber ich bin trotz allem der Koalition, dem Bundesverkehrsministerium und der Bundesregierung überaus dankbar, dass wir heute über die Regionalisierungsmittel sprechen können, weil wir damit eines in aller Deutlichkeit und Klarheit dokumentieren: Das Deutschlandticket bleibt.
Das Deutschlandticket wird sich in Zukunft wahrscheinlich immer wieder verändern. Aber die großen Vorteile des Systems, nämlich dass wir ein einfaches Ticket haben, das über die Ländergrenzen hinweg gilt, bleiben. Allein anhand der Debatte, die wir heute führen, sieht man, dass man über alle Parteigrenzen hinweg durchaus ambivalent über dieses Ticket diskutieren kann, weil es seine Stärken, aber auch seine Schwächen hat.
Ich bin aus dem ländlichen Raum. Wenn ich mit den Menschen bei mir daheim über das Deutschlandticket rede, dann kommt immer wieder der Satz: Das ist halt ein Großstadtticket. – Dieser Satz ist eine Botschaft, die verfangen kann. Frau Cademartori hat angesprochen, dass am Ende auch der ländliche Raum davon profitieren muss.
Der Landkreis Kronach, aus dem ich komme, setzt seit sechs Jahren auf öffentliche Mobilität, wie das kein anderer tut. Bei uns gibt es eine Mobilitätszentrale, On-Demand-Verkehre, Rufbusse. Bei uns sind zwischenzeitlich sogar mal autonome Shuttles gefahren. Also mehr Mobilität im ländlichen Raum als im Landkreis Kronach gibt es nicht. Und so gibt es bei uns ganz viele Menschen, die den Satz heute so formulieren: Wir profitieren vom Deutschlandticket. – Und es werden jeden Tag mehr. Die große Zielsetzung von uns allen muss sein, dass man diese Vorteile, wenn man sich um öffentliche Mobilität in Stadt und Land kümmert, in der Fläche implementiert. Das ist möglich. Ich persönlich glaube daran, dass öffentliche Mobilität, die günstig ist, die einfach ist, die bezahlbar ist, in Stadt und Land funktionieren kann.
Heute machen wir einen großen Schritt in die richtige Richtung. Dann wird es darum gehen, dass man einen Ausgleich zwischen Preis und Taktung herstellt. Da wird es noch viel zu besprechen geben. Ich glaube, dass der zweite große Schritt die Sonder-Verkehrsministerkonferenz am 18. September sein wird, bei der es darum gehen wird, was die realen Zahlen sind, was der reale Finanzbedarf ist und wie genau man diesen Ausgleich hinbekommen kann, nicht nur für das Jahr 2026, sondern auch darüber hinaus.
Öffentliche Mobilität ist ein Grundrecht, ein Grundrecht, das in der Stadt und im ländlichen Raum gilt.
Diese Koalition hat sich auf die Fahnen geschrieben, dieses Grundrecht umzusetzen, so, dass es funktioniert.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Eine Bitte um eine Zwischenfrage kam leider erst am Ende Ihrer Redezeit. Hätten Sie langsamer geredet, hätten Sie eine Zwischenfrage beantworten können. Aber so war Ihre Redezeit zu Ende.
Ich rufe nun auf für die AfD-Fraktion den Abgeordneten Ulrich von Zons.