Vielen Dank, Herr Kollege, dass Sie die Zwischenfrage nicht zugelassen haben; das gibt mir Zeit, etwas weiter auszuholen. – Vielen Dank, Herr Präsident.
Zuerst mal zu Ihren Fake News, Frau Weidel würde in der Schweiz leben. Da bitte ich Sie, das gleich zurückzunehmen und sich dafür zu entschuldigen. Das ist nämlich Schwachsinn. Sie ist in Deutschland gemeldet, sie wohnt in Deutschland. Wenn Sie so was hier behaupten, dann ist das eine Verbreitung von Fake News. Sie vergießen sonst an jeder Stelle Krokodilstränen darüber, dass andere Fake News verbreiten würden. Jetzt tun Sie es selbst. Vielleicht fangen Sie mal an, vor Ihrer eigenen Tür zu kehren.
Ansonsten muss ich Ihnen sagen: Bei uns haben sich jetzt einige hier gemeldet; das haben Sie gesehen. Da würde mich einfach mal interessieren – und das wäre auch meine Frage gewesen –: Sind Sie denn freiwillig gesetzlich versichert? – Das ist mal das Erste. Und dann: Wie viele bei Ihnen in der Fraktion sind denn gesetzlich versichert? Es wäre doch mal ganz interessant, das zu wissen.
Da können Sie gleich vielleicht mal in Ihrer Fraktion rumfragen, oder Sie können es ja auch so beantworten; Sie wissen es ja sicher aus dem Kopf, wenn Sie bei uns das hier so ad hoc abfragen.
Und ansonsten kann ich Ihnen noch sagen: Das Problem bei diesen Modellen, die Sie da fahren, besteht darin, dass sie so unattraktiv sind, weil Sie sie falsch betreiben. Frau Kollegin Schielke-Ziesing hat es eben schon gesagt.
Nehmen Sie mal das Beispiel der Rente und das Geld, das Sie da über 40 Jahre einzahlen, wenn Sie beispielsweise 4 200 Euro brutto verdienen. Rechnen Sie mal hoch, was Sie da an Nettorentenleistung einzahlen und später erhalten! Würden Sie das Geld, sagen wir mal beispielhaft, in den MSCI World stecken, dann könnten Sie nachher Ihren Kindern – ich weiß, das wollen Sie immer nicht; Sie finden es ganz schlimm, wenn man für seine Familie vorsorgen möchte – ein Millionenvermögen hinterlassen.
– Das ist eine Intervention; ich muss gar nichts fragen. Informieren Sie sich mal über unsere Geschäftsordnung! Und die Frage habe ich eben gerade schon gestellt.
So, nehmen Sie jetzt mal die Nettorentenleistung von den 4 200 Euro brutto über 40 Jahre! Wenn Sie das stattdessen in den MSCI World, einen defensiven Fonds, oder an der Börse in die Allianz-Aktie eingezahlt hätten, dann könnten Sie jetzt mal sehen, was Sie dann hätten, was Sie Ihrer Familie vererben könnten. Das wäre zigmal gerechter! Es wäre viel gerechter, wenn die Kinder davon profitieren würden, was man in seinem Leben erwirtschaftet, statt es in einen großen, anonymen Topf einzubezahlen. Wenn Sie sich ausrechnen, dass Sie dann im Monat bei etwas über 4 000 Euro liegen würden, und wenn Sie gleichzeitig davon ausgehen – bei 10 Prozent Entnahmeregel – –
Herr Abgeordneter.
Wenn Sie gleichzeitig davon ausgehen, dass das Ganze im aktuellen Modell nur eine Rentenleistung von 1 500 Euro brutto ergibt, –
Herr Abgeordneter!
– dann sagen Sie mir: Wo ist das sozial gerecht aus Ihrer Sicht?
Dann der Kollege Dieren.