Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Gestern hat Herr Bundeskanzler Merz hier im Hohen Haus das Land in Panik versetzt mit seinem Kriegsdienst. Heute setzen Sie, werte Grüne, das Land in Panik mit Ihren Kipppunkten. Angst und Schrecken wollen Sie verbreiten; denn der Titel Ihrer heutigen Aktuellen Stunde lautet, dass nun der erste Klimakipppunkt überschritten sei.
Sie fordern mal wieder zum Handeln auf – mal wieder. Das Muster ist immer das Gleiche – es wiederholt sich –; das Muster ist bekannt. Denn ohne Ihre Politik der Angst laufen Ihnen die Leute offenbar noch schneller davon, als sie das ohnehin schon tun.
Aber die Angst ist ein schlechter Berater, liebe Bürgerinnen und Bürger. Gerade in diesem Fall ist es auch völlig unnötig, Angst zu haben. Es handelt sich hier nicht um irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Nein, es handelt sich hier um hypothetische Modelle. Wenn man das hochbricht, handelt es sich sogar um tatsächliche Fantasiekonstrukte.
Aber die Profiteure sind da.
Das ist nämlich ein Kartell von etablierter Politik, wie Sie hier sitzen, liebe Grüne, und der Wissenschaft, und zwar jener Wissenschaftler, die Geld für ihre Auftragsforschung erarbeiten und dann im Umkehrschluss wieder genau diese Ergebnisse produzieren, die Sie als Politiker hier gerne sehen wollen.
Meine Damen und Herren, es gibt aber neben diesen zwei Profiteuren auch Leidtragende. Der Leidtragende, meine Damen und Herren, lieber Steuerzahler, das sind Sie. Sie zahlen nämlich hier die ganze Zeche. Und zum Dank bekommen Sie dann auch noch diese Panikmache und die Klimakipppunkte präsentiert. Das ist nicht sehr nett. Herzlichen Glückwunsch im ironischen Sinn dazu!
Trotzdem, meine Damen und Herren, ich habe mir als Wissenschaftler diese Studie im Detail angeschaut. Was mich an dieser Debatte heute wundert: zwölf Beiträge der Altparteien, nicht ein einziger Naturwissenschaftler, der bei Ihnen dazu spricht.
Ja, haben Sie denn gar keine Naturwissenschaftler, die sich damit auskennen?
Also, mich wundert es. Und als Geoökologe, der das seit – –
– Ja, „Dr. phil.“ habe ich gelesen. Sind das Naturwissenschaftler? Wäre mir auf jeden Fall neu.
Ich habe mir die Studie von Lenton und Co angeschaut. Ich muss Ihnen sagen, das ist wirklich merkwürdig. Korallenriffe sollen es jetzt sein. Und wenn man sich Korallenriffe anschaut, dann müsste langfristig genau der gegenteilige Effekt eintreten. Die profitieren nämlich von der Wärme, von warmen Wasserströmen. Das heißt, das Areal würde größer werden. Also, meine Damen und Herren, am Great Barrier Reef kann man es sehen. Die heute dort festgestellte Biodiversität im wissenschaftlichen Sinne ist so groß wie noch nie vorher dort festgestellt.
Das ist also Humbug, was Sie hier erzählen. Und diese wissenschaftlichen Studien sollten Sie sich vielleicht selber einfach mal durchlesen. Aber als Nichtnaturwissenschaftler ist das natürlich auch schwierig einzuordnen; da stimme ich Ihnen zu.
Wir wissen aber auch, dass es ganz andere Studien gibt, die genau das infrage stellen.
Andere Kipppunktwissenschaftler haben den Kipppunkt noch nicht überschritten.
Also, die Wissenschaftler in diesen künstlichen Disziplinen und bei Ihnen, bei den Grünen, müssen sich dann einfach mal überlegen, was denn jetzt eigentlich Fakt ist. Ist der Kipppunkt überschritten, oder ist er noch nicht überschritten? Was denn nun bitte?
Das sind sehr große Widersprüche, die bestehen. Dagegen sagen wir: Die Grünen sind gar keine Umweltpartei, sonst würden sie das Thema jetzt gar nicht so allgemein aufgreifen. Sie sind eigentlich eine Umverteilungs- und Immigrationspartei.
Ihnen geht es nicht um Klima- und Naturschutz. Es geht Ihnen darum, das Geld und Vermögen aus Deutschland wegzuschaffen, in den Globalen Süden zu schaffen.
Und weil Ihnen das noch nicht reicht, holen Sie noch Leute aus dem Globalen Süden hier rein, die dann einen viel größeren CO2-Abdruck haben,
wenn wir schon mal dabei bleiben, als sie ihn vorher in ihren Herkunftsländern hatten.
Wir dagegen, die AfD, sind die Partei des wahren Umwelt- und Naturschutzes. Das muss man sich auch leisten können. Und deshalb sage ich hier und heute: Kippen wir die schädlichen Politmaßnahmen Ihrer Partei einfach auf die Müllkippe! Kippen wir das Verbrennerverbot 2035 auf die Müllkippe! Kippen wir das Heizungsverbot
– demnächst Öl- und Gasheizung – auf die Müllkippe!
Die CO2-Abgabe ab nächstem Jahr noch teurer – auf die Müllkippe! Die Energiewende – auf die Müllkippe! Und Ihr Angst-und-Schrecken-Szenario auch auf die Müllkippe! Denn wir brauchen Mut – Mut zur Wahrheit, meine Damen und Herren.
Für die SPD-Fraktion hat nun das Wort die Abgeordnete Dr. Nina Scheer.