Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Lauterbach, wenn Sie über die „demokratischen Fraktionen“ sprechen – Sie, der das Leben Tausender Menschen mit seiner Impfpolitik langfristig zerstört hat –, wenn Sie dann noch die Linken von der Mauermörderpartei, der SED, ansprechen, dann bin ich froh, dass ich nicht dazugehöre. Danke schön.
Dann das Zweite. Herr Kollege Körber, Herr Kollege Albani, Sie haben es ja immer so mit „Star Trek“-Vergleichen: Wenn Sie sich mit „Star Trek“ auskennen, dann wissen Sie ja: 2026 hat im „Star Trek“-Universum der Dritte Weltkrieg begonnen. Ihre Politik hat mit der Ukrainepolitik Gutes dazu beigetragen.
Darauf können Sie stolz sein.
– In meiner Kindheit nicht, in Ihrer vielleicht; aber bei der SPD bin ich voll überzeugt, dass das so ist.
Kommen wir zur Forschung. Das Forschungsministerium finanziert auch „Star Trek“-Spiele: „Star Trek Voyager“, habe ich jetzt gesehen, wird mitfinanziert; sehr interessant. Aber wenn ich mir dann eine Kernaufgabe wie zum Beispiel sichere Energie anschaue: In Fusion, eine der Schlüsseltechnologien, wie Sie sagen, investieren wir 0,5 Milliarden Euro, 500 Millionen Euro. Beim Vergleich mit anderen Ländern sieht man: Allein die USA investieren 8 Milliarden Euro in Fusionsprojekte. Was sollen wir dann mit 0,5 Milliarden Euro? Wo soll da der erste Fusionsreaktor auf deutschem Boden herkommen? In Großbritannien wird gerade der erste private Fusionsreaktor gebaut. Die sind schon dran. Bei uns sind es noch Roadmaps – so hat es Herr Albani gesagt –, die entstehen sollen.
Wir fabulieren über Roadmaps, woanders wird gebaut. Das ist deutsche Schlüsseltechnologie, meine Damen und Herren.
Im Forschungshaushalt stehen 22 Milliarden Euro. Und für die Fusionsforschung – ein Randthema; ich habe es gerade gesagt –: kein Fahrplan, kein Kraftwerksziel, keine Koordination mit der Industrie. So verspielt man Zukunft. So verpasst man Märkte.
Frau Kemmer, ich hatte Sie in der letzten Sitzung nach dem Isotop Tritium gefragt. Die interessante Antwort von Ihnen: Gucken Sie in unseren Aktionsplan Fusion; da steht alles drin. – Das habe ich getan. Wissen Sie, wie oft das Wort „Tritium“, eines der wichtigsten Isotope für Kernfusion, in Ihrem Papier vorkommt? Ein Mal.
Und da wird erklärt, was es ist – nicht, wo es herkommt, nicht, wie es verwendet wird. Also, wenn Sie schon damit um sich werfen, sollten Sie Ihr eigenes Positionspapier dazu kennen.
Dabei wissen wir längst: Fusion hat die Möglichkeit, einen Energieertragsfaktor von über 100 zu erzielen. Die ersten Experimente dazu sind äußerst erfolgversprechend. Sie erzeugt keine CO2-Emissionen und kein radioaktives Material. Deswegen verstehe ich nicht, warum nur 0,5 Milliarden Euro investiert werden. Wenn es eines Ihrer größten Ziele ist, dann verlange ich auch, dass dort wesentlich mehr eingestellt wird. Aus diesem Grund können wir diesen Entwurf leider nur ablehnen.
Recht vielen Dank.
Und den Schluss in dieser Debatte macht für die Unionsfraktion Adrian Grasse.