Vielen Dank, Herr Kollege, für Ihre Frage. – Wir kennen uns ja schon etwas länger aus dem Ausschuss. Also eigentlich hätte ich gedacht, Sie hätten Kenntnis von meinem und unserem Bemühen um ein gutes Verhältnis zu unseren polnischen Nachbarn nehmen können. Dass das Verhältnis zu unseren polnischen Nachbarn so schlecht ist, wie es ist, ist beileibe nicht die Schuld der AfD-Fraktion oder der Opposition, das ist die Schuld der Regierung.
Das beantwortet doch gar nicht die Frage!
Sie hätten alle Möglichkeiten gehabt, das Verhältnis zum Besseren zu wenden.
Normalerweise antworte ich nicht für die Kollegen, aber ich habe mir natürlich hinterher diese Szene noch mal angesehen. Das war wieder mal ein typisches Beispiel für eine, ich will mal sagen: unfaire Interviewlenkung.
Sie wollen nur bequeme Fragen, was?
Herr Chrupalla hat nicht gesagt, dass Polen die größte Gefahr sei, sondern die Frage – –
Eine Gefahr!
– Entschuldigung, es ging um das Verhältnis zu Russland.
Wieder mal ganz falsch verstanden!
So, und in diesem Zusammenhang ging es darum, ganz einfach mal anzuerkennen – dazu sind Sie nicht in der Lage –: Die Ukraine ist weder Teil der NATO noch Teil der EU, und das muss einen Unterschied machen.
Aber ein Teil Europas!
Sie tun so, als wäre die Ukraine ein Verbündeter von uns.
Ja!
Aber es geht um Polen!
Sie sind bereit, wegen der Ukraine unser Land in einen Krieg zu stürzen. Und das halten wir für gefährlich.
Danke.
Es geht doch um Polen!
Die nächste Rednerin in dieser Debatte ist für die SPD-Fraktion Nancy Faeser.
