Ich habe in allen Debatten, die wir darüber geführt haben, nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich es für sinnvoll gehalten hätte, wenn wir die Kernkraftwerke, die wir noch hatten, hätten weiterlaufen lassen, und zwar nicht ein paar Monate, sondern idealerweise vielleicht zehn Jahre, so lange, wie es braucht, bis wir bei dem Ausbau der Erneuerbaren weiter vorangekommen sind. Das haben wir nicht gemacht. Das war ein schwerer Fehler. Ich habe auch noch mal versucht, zu erläutern, woran das gelegen hat.
Was heißt das jetzt für uns in der Konsequenz? Steigen wir wieder ein in die Kernkraftwerkstechnik der zweiten und dritten Generation? Das wollen wir nicht, weil wir sehen: Das ist zu teuer, und das würde zu lange dauern. Wo wir aber Chancen sehen, das ist vor allem bei der Kernfusion; da sind wir auch sehr engagiert dabei. Wir sind ein bisschen offener bei dem Thema „kleine modulare Reaktoren“. Ich könnte mir angesichts der Entwicklungen in vielen anderen Ländern und bei Unternehmen vorstellen, dass es da eine Perspektive gibt. Aber ich erteile einer Strategie, die eine Wiederbelebung der Kernkraftwerkstechnik der zweiten und dritten Generation vorsieht, eine klare Absage.
Herzlichen Dank.