Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Alle von uns, die wir dieses Land lieben, werden diese Ungeduld kennen: vorankommen zu wollen mit aller Kraft. Und dann ist natürlich jeder Schritt großartig, der genau darauf einzahlt, so wie wir es heute tun. Und dieser Schritt ist noch großartiger, wenn damit gleichzeitig auch ein Auftrag aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt wird – in diesem Fall der Auftrag, dass wir unserer Wissenschaft noch mehr Freiheit geben.
Die Reform ist nicht nur wichtig, sie bringt uns auch voran, und zwar dreifach:
Erstens. Es geht darum, beste Köpfe zu gewinnen. Deutschlands Innovationskraft steht und fällt mit den Menschen, die hier forschen, die die Technologien von morgen entwickeln. Wenn wir projektgeförderte, gemeinnützige Forschungseinrichtungen haben, die ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt auch noch viel besser bezahlen können, dann ist das ein ganz mächtiger Hebel im Wettbewerb um diese besten Köpfe. Hier entscheidet sich die Zukunft.
Deswegen bin ich auch so dankbar, dass unser 1000-Köpfe-Plus-Programm von Anfang an so hervorragend läuft. Immer mehr Spitzenleute wollen bei uns forschen; das zeigen die Bewerbungszahlen: plus 33 Prozent. Es ist großartig, dass wir das Programm letztes Jahr starten konnten und dass wir mit unseren Partnerinnen und Partnern all-in gegangen sind. Vielen herzlichen Dank an alle, die das mittragen!
Es wird auch morgen groß gefeiert werden. Ich freue mich schon auf das Symposium der Humboldt-Stiftung morgen, auf die zahlreichen Preisträgerinnen und Preisträger, auch aus dem 1000-Köpfe-Plus-Programm; denn dabei ist so viel positive Energie, so viel Zukunfts- und Gestaltungslust. Alle, die zu uns kommen in unseren Wissenschaftsbereich, sind ein ganz großer Gewinn für unser Land.
Zweitens: industrienahe Forschung stärken. Auch da bringt uns diese Reform massiv voran, weil sie gezielt die industrienahe Forschung stärkt. Hier sprechen wir über das Herz der deutschen Wirtschafts- und Innovationskraft. Ich darf Holger Hanselka zitieren, den Fraunhofer-Präsident, der letzte Woche so treffend gesagt hat, dass sich unser Mittelstand jeden Tag neu erfindet und dass er sich auch neu erfinden muss, um als Mittelstand in Deutschland an der Macht zu bleiben. – Die Kraft dafür, das immer wieder zu schaffen, ist mit genau dieser Reform gegeben. Dadurch stärken wir auch unseren Mittelstand. Deswegen ist das die zweite gute Nachricht.
Die dritte gute Nachricht ist – und das wird jetzt nicht nur den Kollegen Philipp Amthor sehr freuen, sondern ich hoffe, uns alle –: Wir machen es: Wir bauen damit auch Bürokratie ab. – Viele aufwendige Einzelanträge auf Ausnahmen vom Besserstellungsverbot fallen einfach weg. Ja, der Bürokratie, dem Endgegner, wird mit dieser Reform auch eins übergebraten.
Um es noch mal zusammenzufassen: Es ist nicht nur eine Win-win-Situation, sondern eine Win-win-win-Situation. Wir gewinnen die besten Köpfe, wir stärken unsere Innovationskraft, und wir werden bürokratische Lasten verringern. – All das zahlt auf die Hightech Agenda Deutschland und darauf ein, dass wir auch in Zukunft Innovationsmotor Europas und der Welt sein können. Und natürlich können wir, wenn wir wollen.
An die Zuschauerinnen und Zuschauer gerichtet: Sollten in dieser Debatte irgendwann noch Meckertöne kommen, glauben Sie denen nicht! Glauben Sie an den Mut, der von dieser Bundesregierung ausgeht! Wir packen es an. Wir entlasten Deutschland.
Herzlichen Dank.