Nein, danke. – Wir müssen dafür sorgen, dass Teilhabe im Alter eben kein Privileg ist, sondern zur Regel wird. Dazu gehört auch, Altersarmut ganz konsequent zu bekämpfen. Das heißt konkret: eine starke gesetzliche Rente. Mit dem Rentenpaket ist der erste Aufschlag gemacht; aber wir dürfen nicht vergessen: Die Rente von morgen entsteht aus der Arbeit von heute. Deshalb brauchen wir auch gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen.
Genauso wichtig ist die Anerkennung von Sorgearbeit und ein einfacher und verlässlicher Zugang zu Unterstützungsleistungen.
Meine Damen und Herren Kolleginnen und Kollegen, der Bericht zeigt aber auch positive Entwicklungen. Die Generation der Älteren ist heute so gut ausgebildet, so aktiv, so engagiert wie noch nie zuvor. Viele Menschen wollen auch im Alter selbstbestimmt leben, Verantwortung übernehmen, die Gesellschaft mitgestalten. Das ist ein solches Potenzial für unsere Demokratie, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für den Alltag vor Ort. Dieses Potenzial zu übersehen, können wir uns nicht leisten – im Gegenteil. Wir müssen die Frage beantworten: Wie nutzen wir die Kraft und die Erfahrung einer ganzen Generation? Denn Alterspolitik ist immer auch Gesellschaftspolitik. Eine Gesellschaft des langen Lebens gelingt nur, wenn wir sie gemeinsam gestalten, nicht in getrennten Lebenswelten, sondern im solidarischen Miteinander der Generationen. Dafür tragen wir hier gemeinsam Verantwortung. Lassen Sie uns ihr gerecht werden!