Vielen Dank, Herr Präsident, für das Zulassen der Kurzintervention. – Herr Schmidt, ich weiß jetzt nicht, welche Gebräuche Sie bei sich in Bayern, zu Hause in Ihrem Wahlkreis haben – Stichwort „Vollrausch“. Die Mehrwertsteuer für Getränke auf 7 Prozent zu reduzieren, heißt, dass das auch für Kaffee gilt, für Cola, für Getränke für Kinder wie Brause oder Orangensaft etc. Ich weiß nicht, was das mit Vollrausch zu tun hat. Wenn jemand ein Bier trinkt – es kann ja auch ein alkoholfreies sein; das gibt es ja auch in Bayern, Herr Kollege –, dann hat das nichts mit Vollrausch zu tun.
Mitnichten hat die Gastronomie ein Facharbeiterproblem. Ich habe Ihnen eben die Zahlen genannt – Ihre Rede war faktenfrei, Herr Schmidt –: 31 000 Betriebe haben im letzten Jahr aufgegeben. Das sind 31 000 Menschen, die auf Jobsuche sind, 31 000 Schicksale, die dahinterstehen; das habe ich Ihnen auch gesagt.
Der Massentourismus – und daran sieht man, wen Sie im Blick haben – begünstigt die großen Hotelketten in den großen Städten. Denn Sie wissen auch: Die großen Städte sind der Magnet für viele ausländische Gäste.
Und tatsächlich freuen wir uns, wenn Menschen hierherkommen, unser schönes Land ansehen, Geld hierlassen – sehr schön – und dann wieder nach Hause gehen, in ihre Heimat. Tatsächlich finden wir das gut. Wir finden nicht gut, dass wir hier Menschen alimentieren, die schon längst wieder in ihre Heimatländer gehören, weil die Kriegszustände dort beendet sind oder sich die Umstände geändert haben. Also hören Sie auf, die Fakten zu verdrehen, und nehmen Sie von den Grünen mal die Realität wahr.
Danke schön.