Vielen Dank. – Herr Edis, vielleicht haben Sie vergessen, dass wir uns im Zug schon mal zwei Stunden unterhalten und uns rege ausgetauscht haben, auch wenn Sie mir nicht die Hand geben wollten. Dementsprechend: So rechtsextremistisch kann ich gar nicht sein.
Aber Folgendes: Wir sind im Moment in einer Energiekrise von einem Ausmaß, wie wir sie schon lange nicht mehr hatten. Deutschland hat sich selbst in eine Sackgasse manövriert: durch das Energieeffizienzgesetz, wodurch auf Primärenergie verzichtet werden muss, durch die CO2-Steuer, die Energie teuer macht, durch das Atomausstiegsgesetz und dadurch, dass das Ziel der Klimaneutralität auch noch ins Grundgesetz geschrieben wurde. Mit diesen ganzen Sargnägeln, die wir unserer Industrie verpasst haben, haben wir im Grunde genommen gar keine andere Möglichkeit.
Also, jetzt wirklich abseits von jeglicher Polemik – ich rede zu Ihnen, zu einem Menschen, bei dem ich davon überzeugt bin, dass Sie nur das Beste für Deutschland wollen; davon gehe ich übrigens bei allen hier aus –: Wie stellen Sie sich das vor? Wie wollen Sie mit Flatterenergien, die nicht gesteuert werden können, die zufällig da sind, eine Industrienation betreiben, während die gesamte Welt auf Kernenergie setzt?
Das gilt sogar für die EU, die jetzt die Kernenergie fördern will mit Geldern, die demnächst aus Deutschland fließen werden. Das heißt, wir werden im Ausland Kernenergie finanzieren. Wie stellen Sie sich – jetzt mal abseits aller Ideologie – die Energieversorgung Deutschlands vor? Denn Batterien sind eine Sackgasse.
Vielen Dank.