Vielen Dank. – Meine Frage geht an Ministerin Bär. Immer mehr Studierende in Deutschland leben in Armut. Wer keine reichen Eltern hat, muss oft mehrere Nebenjobs machen, um sich über Wasser zu halten, und das BAföG reicht hinten und vorne nicht mehr aus. Jetzt hat Schwarz-Rot verabredet, im kommenden Wintersemester die Wohnkostenpauschale im BAföG um 60 Euro zu erhöhen. Aber das Kabinett legt bislang nichts vor; man hört nur von dem Streit zwischen den Ministerien, wer das eigentlich bezahlen soll.
Sie haben gerade gesagt, man soll die Dinge nicht gegeneinander ausspielen – das habe ich vernommen –; aber ich möchte Ihnen doch kurz vorrechnen: Die zwei Monate Tankrabatt, die die Bundesregierung gerade beschlossen hat, kosten fast 25-mal so viel wie eine höhere Wohnpauschale für die Studis.
Ich möchte Sie konkret fragen: Warum ist im Bundeshaushalt kein Geld für Studierende zu finden, sondern eben nur für die Unternehmen und Autofahrer, auch wenn das ebenfalls sehr wichtig ist? Die Preissteigerungen betreffen ja alle, natürlich auch die Studierenden.