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78. Sitzung
Freitag, 8. Mai 202621. Wahlperiode, 78. SitzungAktuelle Stunde — auf Verlangen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN — Ein Jahr schwarz-rote Energiepolitik – Energieversorgung jetzt unabhängig, erneuerbar und sicher ausbauen
12 VermerkeReaktionswert: sehr hoch385 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Herr Kellner, Ihre Rede hat mich wirklich nicht überrascht, muss ich sagen. Und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Sie hier tatsächlich die Agenda der Grünen verfolgen oder eine ganz andere Agenda.

Oh, ich glaube, meiner Fraktion ist das schon sehr klar!

Aber ich will eines noch mal sehr deutlich sagen: Ich hätte mir ein bisschen mehr Selbstreflexion gewünscht, Herr Kellner.

Beifallbei der CDU/CSU

Ich sage mal so: Schaue ich mir die Regierungszeit Ihrer Ampel an, wo Sie mit Robert Habeck im Ministerium waren, kann ich nur feststellen und sagen: Sie sind so viele Male falsch abgebogen, dass man darüber einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. Wenn Sie vom Heizungsgesetz sprechen, dann sage ich: Sie haben die Habeck’sche Heizungspolizei in die Heizungskeller der deutschen Haushalte geschickt.

Das ist nicht die richtige Politik für Deutschland.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der AfD

Jetzt regieren Sie ja! Sie können es ja besser machen!

Welche Weichen stellen wir als schwarz-rote Bundesregierung gerade im Energiebereich? Wir rücken die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit wieder in den Mittelpunkt der deutschen Energiepolitik,

Sie machen sie teuer! Teuer machen Sie sie!

Fossile sind teuer!

und das war schon längst überfällig. Und wir machen das, ohne den Klimaschutz dabei aus dem Blick zu verlieren.

Das ist doch Quatsch!

Wir setzen auf erneuerbare Energien.

Zurufdes Abg. Andreas Audretsch [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

– Sie können erzählen, was Sie wollen; Sie machen natürlich hier Kampagne. – Aber ich will sehr deutlich sagen: Wir setzen auch und vor allem auf erneuerbare Energien. Wir halten am 80-Prozent-Ziel im Strommarkt für erneuerbare Energien fest.

Beifallbei der CDU/CSU sowie des Abg. Helmut Kleebank [SPD]

Dort, wo es die Versorgungssicherheit erfordert und wo es keine anderen Möglichkeiten gibt, Herr Kellner, setzen wir am Ende auf hocheffiziente Kraftwerke, auch auf Gaskraftwerke.

Das ist Lobbysprache!

Das ist keine einseitige Politik, das ist keine ideologische Politik, wie Sie sie gefahren haben, sondern es ist eine pragmatische Energiepolitik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land.

Beifallbei der CDU/CSU

Es ist eine unaufrichtige Politik!

Deutschland muss ein verlässlicher Wirtschafts- und Investitionsstandort bleiben, und zwar auch dann, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Energie muss für Industrie, Mittelstand und Haushalte bezahlbar bleiben. Nur dann können wir hierzulande Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern.

Zurufder Abg. Lisa Paus [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Bereits im vergangenen Jahr haben wir erste Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Energiepreise zu dämpfen. Wir haben die Übertragungsnetzentgelte halbiert; dafür haben wir 6,5 Milliarden Euro in die Hand genommen. Wir haben die Gasspeicherumlage abgeschafft. Wir haben die Stromsteuer für die gewerbliche Wirtschaft und die Land- und Forstwirtschaft auf das europäische Minimum reduziert. Übrigens haben davon mehr als 600 000 Unternehmen in Deutschland profitiert.

Wo bleibt die Stromsteuersenkung für alle?

Abg. Andreas Audretsch [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] meldet sich zu einer Zwischenfrage

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