Das kann ich Ihnen sehr gerne erklären, lieber Kollege.
Also, zunächst für Sie auch noch mal zum Mitschreiben – es stand zwar schon auf Seite eins dieser Rede, aber egal –: Das ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wir lehnen diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ab. – Wir sind aber dabei, wie Sie versuchen, diesen Konflikt zu lösen, nicht bei Ihnen. Sie vertreten nämlich die Auffassung, dass man nicht mehr miteinander reden muss. Sie unternehmen keinerlei diplomatische Initiativen mehr. Sie wollen ja nicht mal mehr bei den Verhandlungen mit am Tisch sitzen.
Und das ist der große Unterschied zwischen der AfD-Politik und der Politik der Altparteien.
Und dann mal ganz kurz zu Ihrer Theorie der zwei Geldbeutel. Also wenn man den Kollegen hier heute zuhört, dann muss man meinen, es gebe hier zwei Steuersäckel, einen Steuergeldbeutel eins und einen Steuergeldbeutel zwei.
Ich verrate Ihnen mal was: Wir können nicht unsere Steuermittel zwei-, drei- oder viermal verteilen.
Wir müssen natürlich zunächst immer schauen, wie wir mit dem Geld im eigenen Land, in Deutschland, zu Potte kommen.
Und dann, lieber Kollege, wenn man das eigene Haus in Ordnung gebracht hat, kann man auch den Nachbarn helfen.
Aber was Sie hier machen, seit vielen Monaten, seit vielen Jahren: Sie verwüsten das eigene Haus. Sie bringen es in Unordnung. Sie sind nicht bereit, es aufzuräumen, sondern verteilen das Geld an das Ausland. Und dafür sind wir nicht zu haben.
Darum noch mal zusammenfassend für Sie:
Erstens. Ja, wir lehnen völkerrechtswidrige Angriffskriege ab, egal wo sie auf der Welt stattfinden.
Zweitens. Wir lehnen es ab, dass über Jahre hinweg der deutschen Bevölkerung und dem Deutschen Bundestag erzählt wird: Wenn wir nur noch ein paar Milliarden Euro mehr an die Ukraine schicken, dann wird das Ganze schon zu etwas Gutem werden. – Das Gegenteil ist der Fall. Sie haben überhaupt keine Strategie. Sie haben keine Lösung. Sie reden noch nicht einmal miteinander.