Vielen Dank für die Frage an dieser Stelle. – Zunächst einmal möchte ich sagen, dass viele Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen, wie sie sich heute sozusagen auch zwischendurch mal bezeichnen, eben nicht Teil dieser queeren Community, dieser queeren LGBTQ-Community sein wollen, weil sie eben so ist, wie sie ist. Und nur weil Sie immer mehr Absurditäten draufpacken,
müssen Sie sich an der Stelle nicht wundern, dass Leute das kritisieren. Damit kritisieren sie aber nicht die ganzen Gruppen,
die Sie sozusagen für sich zu vereinnahmen und reinzupacken versuchen. Das zum einen.
Ich komme jetzt zurück zur Frage. Die Ehe für alle wurde ja hier von diesem Hohen Hause im entsprechenden Jahr beschlossen.
Und es gibt jetzt auch immer noch über 30 000 Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben. Hier besteht offenbar überhaupt gar kein Interesse, die Ehe für alle zu wählen und das Ganze umschreiben zu lassen. Auch hier sollten wir uns nicht an der Begrifflichkeit aufhängen. Die Möglichkeit bestand, und ich fände es auch fair, wenn wir, die das eben nicht als Ehe bezeichnen wollen,
auch wieder eine eingetragene Lebenspartnerschaft wählen können, weil es über 30 000 Menschen in diesem Land betrifft. Die hatten damals noch das Privileg; ich hatte es 2021 nicht mehr.
Dementsprechend hänge ich mich nicht an Begrifflichkeiten auf.
Wir sehen aktuell in den Umfragen, auch auf verschiedenen Portalen, dass wir als Alternative für Deutschland die beliebteste Partei bei schwulen Männern sind.
Sie wissen auch ganz genau, warum Sie versuchen, das Ganze immer irgendwie unter den Tisch zu kehren. Wo das Problem liegt? Der rosa Elefant steht im Raum. Jeder, der einige Jahre in Köln oder in Berlin gelebt hat, weiß, wovon ich spreche. – Vielen lieben Dank.
Meine Damen und Herren, wofür stehen denn diese Gay-Pride-Paraden eigentlich heute? Ich kann Ihnen ob der kurzen Redezeit nur einen kleinen Einblick verschaffen.
Knapp sieben Jahre – ich habe es eben schon gesagt – habe ich in Köln gelebt. Dort gibt es die ColognePride, die größte dieser Paraden in Deutschland. Was vielleicht einmal als buntes, fröhliches Treiben anmutete, hat sich in atemberaubender Geschwindigkeit zu einer offenen, sexualisierten Fetisch- und Drogenparty entwickelt.
Und mittendrin, zwischen nackten Hintern und Sexkostümen: kleine Kinder. Das stört offenbar überhaupt gar niemanden – weder die Veranstalter noch die Teilnehmer noch die Medien noch Sie als Politik.
Wo, meine Damen und Herren, bleibt da der Jugend- und Kinderschutz? Der liegt Ihnen doch sonst angeblich immer so am Herzen.
Offenbar sind wir von der Alternative für Deutschland die Einzigen, die das aussprechen, was ist, statt drum herumzureden. Und für alle, die wie ich keine Lust mehr auf diesen hedonistischen Klimbim haben,
ja, für die gibt es eben die Alternative für Deutschland,
und das ist auch gut so.