Herr Koçak, ich hätte mir gewünscht, dass Sie sich zuerst einmal deutlich von der Gewalt distanzieren, die in Erfurt stattgefunden hat – gegen Polizisten, gegen ein Wahlkreisbüro. Es gibt ein wunderbares Video des Kollegen Marek Erfurth, das zeigt, wie aus dem linken Schwarzen Block – mit linken Fahnen – massive Anschläge verübt und Flaschen, Steine und was nicht alles auf Wahlkreisbüros der AfD geworfen worden sind. Ich hätte mir gewünscht, dass Sie sich davon distanzieren.
Zweitens. Ich weiß nicht, ob Ihnen das bekannt ist: Die Polizei hatte den Einsatz schon wesentlich eher, zwei Wochen vorher, begonnen, Dabei ging es vor allen Dingen um den Schutz kritischer Infrastruktur. Wissen Sie, warum das so war? Weil Ihr friedliches Bündnis „widersetzen“ in seinem Legal Paper dazu aufgerufen hat, Sprengstoffanschläge durchzuführen.
Darin stand eine detaillierte Begründung, warum diese durchgeführt werden dürfen, gerade gegen Faschismus, gerade gegen den faschistoiden Staat. Auch davon hätte ich mir eine Distanzierung gewünscht. Und wissen Sie, was die Tipps von „widersetzen“ waren? Bloß keine Fingerabdrücke zu hinterlassen und: Passt auf, dass ihr nicht das Handy verliert.
Ich hätte mir zum Beispiel auch gewünscht, dass Sie anerkennen, warum es in Erfurt so wenig Gewalt gab. Wir als AfD haben nämlich beschlossen: Wir stehen früher auf, wir sind fünf Stunden vor Beginn unseres Parteitags schon in der Halle.
Wir konnten dann lustig mitlesen, als um 5 Uhr das Bündnis „widersetzen“ dazu aufgerufen hat: Lasst uns mal beim Gothaer Platz losgehen.
Wir haben uns gefreut, wir waren nämlich schon da. Ansonsten wäre es zu einer Eskalation gekommen, aber nicht von uns, sondern von Ihrem Bündnis.
Aber auch davon distanzieren Sie sich nicht.
Und ich hätte mir gewünscht, dass Sie akzeptieren, –