Vielen Dank. – Athletinnen und Athleten sollen sich auf ihr Training, auf ihre Leistung konzentrieren können. Good Governance ist deshalb keine Formalie. Genau dieses Signal schulden wir unseren Sportlerinnen und Sportlern, die in unserem Sportsystem trainieren und Leistung erbringen, nämlich dass wir ihre Rechte schützen und dass sie sich darauf verlassen können.
Ein ganz anderer Punkt. Der Bundesrechnungshof hat wiederholt kritisiert, dass Steuerung und Kontrolle im organisierten Sport nicht klar genug geregelt sind. Das war bisher immer ein Appell. Heute können wir sagen: Wir treffen eine klare Regelung im Gesetz. Aus persönlicher Überzeugung kann ich Ihnen zurufen: Natürlich hat der DOSB kein Vetorecht im Stiftungsrat.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Beratungen haben Veränderungen gebracht. Der Entwurf ist besser geworden. Er ist besser geworden, weil wir nachgefragt haben, weil wir zugehört haben, weil wir Hinweise aufgenommen und entscheidend berücksichtigt haben. Ich danke ausdrücklich allen, die daran mitgewirkt haben: Athleten, Trainern, den Verbänden, der PotAS-Kommission, insbesondere unseren Kolleginnen und Kollegen im Sport- und Ehrenamtausschuss, aber natürlich auch unseren Haushältern. Ausdrücklich danken möchte ich für die konstruktive Begleitung des Gesetzes meinen Kolleginnen von den Grünen. Vielen Dank für eure Unterstützung.
Mit diesem Gesetz schaffen wir erstmals eine gesetzliche Grundlage für die Spitzensportförderung des Bundes. Es ist der schon angesprochene Paradigmenwechsel, auf den wir eigentlich sehr lange warten mussten, wenn wir ehrlich sind: seit London 2012. Heute geht es endlich ins Gesetz. Natürlich ist mit der Verabschiedung des Gesetzes noch nicht alles und noch nicht jede Frage gelöst. Aber die Spitzensport-Agentur wird ihre Arbeit aufnehmen. Und wir müssen neue Strukturen in die Praxis bringen, und dort müssen sie sich bewähren. Als SPD-Fraktion werden wir diesen Prozess intensiv begleiten und natürlich ein Auge darauf haben, ob die vereinbarten Evaluierungsprozesse des Gesetzes nach sechs bzw. zehn Jahren eingehalten werden.
Es ist ein guter Tag für den Sport. Als Sozialdemokratin sage ich: Es ist vor allen Dingen ein guter Tag für unsere Athletinnen und Athleten. Ich freue mich auf Ihre Zustimmung.
Vielen Dank.