Tagesordnungspunkt 24 · 19. Wahlperiode
Bundestagsdebatte vom 27. April 2018 · 30. Sitzung
Der Reaktionswert ist eine Heuristik aus protokollierten Zwischenrufen, Lachen, Kommentaren und Zwischenfragen. Er misst weder Qualität noch politische Bedeutung.
Die Ausschnitte dienen der Orientierung. Der Permalink öffnet den vollständigen, maschinell strukturierten Wortlaut.
1. Rede · Annalena Baerbock · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jeder von uns, der Kinder hat, geht mit ihnen mal ins Kino, im Sommer ins Schwimmbad, kauft neue Winterstiefel, und die Kinder gehen auf Klassenfahrt. Das sind Selbstverständlichkeiten, denkt man als Mutter, denkt man als Kind. Aber das ist eben nicht selbstverständlich
2. Rede · Marcus Weinberg · CDU/CSU
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Baerbock, Sie haben ja zumindest eine Seite des Koalitionsvertrages gelesen. Ich gehe davon aus, Sie haben alle Seiten des Koalitionsvertrages gelesen. Weil Sie das getan haben, wissen Sie, dass wir das Thema Kinderarmut so ernst nehmen, dass wir als
3. Rede · Sönke Rix · SPD
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Nach der Rede von AfD-Kollegen denkt man immer, man müsste jetzt eigentlich reagieren. Aber der Redebeitrag spricht für sich. Gerade wenn Sie uns auffordern, jenseits von ideologischen Grenzen für die Bekämpfung von Kinderarmut und die Belange von
4. Rede · Matthias Seestern-Pauly · FDP
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir alle sind uns einig, dass Kinderarmut effektiv bekämpft werden muss. Das gilt für alle Kinder. Wenn man regelmäßig vermeintlich falsch verstanden wird, sollte man es vielleicht bei dem Begriff „alle“ belassen. Das impliziert sowohl deutsche als auc
5. Rede · Martin Reichardt · AfD
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das Wichtigste gleich zu Anfang: Wir als AfD-Fraktion unterstützen den Antrag der Grünen in vollem Umfang. – Ja. Im Gegensatz zu den Grünen und Linken entscheiden wir ja in Sachfragen pragmatisch und nicht nach ideologischen oder parteipolitischen Steuerungen. – Es
6. Rede · Martin Reichardt · AfD
Gern.
7. Rede · Nadine Schön · CDU/CSU
Herr Kollege, Sie haben jetzt mehrmals betont, dass Sie sich eine Willkommenskultur für deutsche Kinder wünschen, dass deutsche Kinder in unserem Land gut leben und aufwachsen sollen. Das unterstreichen wir natürlich. Meine Frage ist: Unterscheiden Sie hierbei zwischen deutschen Kindern und Kindern, die keine deutsche
8. Rede · Martin Reichardt · AfD
Ja. Darauf können Sie auch eine sehr gute Antwort von mir bekommen. – Wir unterscheiden insofern nicht. Das gilt für die Kinder, die hier einen regulären Bleiberechtsanspruch haben. Da gilt es für alle. Und natürlich gilt es auch für die, die hier vielleicht unter dem Titel „Asyl“ leben, solange sie hier bleiben müssen
9. Rede · Martin Reichardt · AfD
Wir fordern, dass Studenten und Auszubildenden, die in oder kurz nach Ausbildung oder Studium Kinder bekommen, die Rückzahlung des BAföG erlassen wird.
10. Rede · Martin Reichardt · AfD
Jawohl, letzter Satz. Kein Problem. – Meine Damen und Herren, lassen Sie uns gemeinsam endlich jenseits aller Ideologien den Kampf gegen Kinderarmut aufnehmen, damit Deutschland, die Heimat unserer Kinder, nicht ein Armenhaus für Kinder, sondern eine glückliche Heimat wird. Vielen Dank.
11. Rede · Sabine Zimmermann · Die Linke
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Seestern-Pauly, verstehe ich Sie da richtig, dass Sie eine Kindergrundsicherung fordern? Das würde ich gerne mit Ihnen im Ausschuss diskutieren. Wenn wir über den Kinderzuschlag sprechen, dann sprechen wir auch über Kinderarmut; das haben heute schon me
12. Rede · Sabine Zimmermann · Die Linke
Ich komme zum Schluss. – Wir fordern eine Kindergrundsicherung, weil uns jedes Kind gleich viel wert ist.
13. Rede · Sabine Zimmermann · Die Linke
Meine Damen und Herren, wir stehen vor dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen 1. Mai. Danke schön.
14. Rede · Maik Beermann · CDU/CSU
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kinderarmut in einer Gesellschaft wie der unseren, das passt nicht zusammen; ich glaube, da sind wir uns hier im Hohen Hause auch einig. Wenn ich jetzt auf einige Dinge eingehe, die hier gesagt worden sind, wird mir die
15. Rede · Maik Beermann · CDU/CSU
Auch noch? – Okay.
16. Rede · Maik Beermann · CDU/CSU
Ja, denn man zu!
17. Rede · Sabine Zimmermann · Die Linke
Na denn man zu! – Das werde ich tun. Danke schön, Herr Kollege Beermann. Ich will Sie fragen: Sind Sie mit mir einer Meinung und erkennen, dass wir in Deutschland durch die Agenda 2010 seit 2005 den größten Niedriglohnsektor in Europa entwickelt haben? Sind Sie mit mir einer Meinung, dass durch den Niedriglohnsektor vi
18. Rede · Maik Beermann · CDU/CSU
Vielen Dank, Frau Kollegin Zimmermann, für die Frage. – Sie haben das Thema Kinderarmut angesprochen. Ich habe vorhin schon gesagt, dass das ein akutes Thema ist. 21 Prozent der Fünfjährigen befinden sich dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage. Das ist die Realität; die will ich gar nicht kleinreden. Ich möch
19. Rede · Maik Beermann · CDU/CSU
Aber natürlich.
20. Rede · Annalena Baerbock · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vielen Dank. – Das Gute daran, dass wir alle ernsthaft in der Sache diskutieren wollen, ist, dass wir uns gut austauschen können. Sie haben die Klassenfahrt angesprochen. Sie fällt in das Bildungs- und Teilhabepaket, weshalb wir dieses Thema angehen müssen. Ich habe in meiner Rede explizit – Ihr Kollege hat das noch ei
21. Rede · Maik Beermann · CDU/CSU
Das war zwar keine Frage, aber Sie dürfen ja auch Statements abgeben. Im Laufe meiner Rede wäre ich noch darauf gekommen, jetzt mache ich die Ausführungen vorweg. Sie haben mit dem, was Sie sagen, recht: Wir müssen entbürokratisieren. Genau das haben wir in den Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD geschrieben. S
22. Rede · Maik Beermann · CDU/CSU
Herr Präsident, ich komme zum Schluss. – Wir haben schon einiges gemacht und auch viel erreicht. Genauso viel liegt auch noch vor uns, dessen sind wir uns bewusst. Wir haben viele Dinge in unseren Koalitionsvertrag aufgenommen, die es umzusetzen gilt. Daran müssen wir uns messen lassen. Eines steht fest – das ist das Z