Tagesordnungspunkt 7 · 20. Wahlperiode
Bundestagsdebatte vom 09. November 2023 · 134. Sitzung
Der Reaktionswert ist eine Heuristik aus protokollierten Zwischenrufen, Lachen, Kommentaren und Zwischenfragen. Er misst weder Qualität noch politische Bedeutung.
Die Ausschnitte dienen der Orientierung. Der Permalink öffnet den vollständigen, maschinell strukturierten Wortlaut.
1. Rede · Nancy Faeser
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Margot Friedländer! Sehr geehrter Herr Dr. Schuster! Sehr geehrter Herr Botschafter, lieber Ron Prosor! Auch ich darf Sie ganz herzlich von dieser Stelle begrüßen. Wir fühlen uns geehrt, dass Sie da sind. Sehr verehrte Damen und Herren! Liebe Abgeordnete! Frau Präsidentin! „Es wird
2. Rede · Alexander Dobrindt · CDU/CSU
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Margot Friedländer! Sehr geehrter Herr Schuster! Sehr geehrter Herr Prosor! Dieses Jahr jährt sich der 9. November zum 85. Mal. Die Reichspogromnacht markiert in ihrer Brutalität, in ihrer Barbarei, in ihrem Terror den Beginn der Vernichtu
3. Rede · Cem Özdemir · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Friedländer! Lieber Herr Schuster! Lieber Herr Botschafter Prosor! Meine Damen! Meine Herren! Ein ehrlich gemeinter Kampf gegen Antisemitismus verträgt parteipolitische Rituale nicht. Er kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir parteiübergreifend zusammensteh
4. Rede · Beatrix von Storch · AfD
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Heute, am 9. November, müssen wir feststellen: Jüdisches Leben in der Bundesrepublik war noch nie so bedroht wie heute. Ein neuer Judenhass konnte aus dem Nahen Osten in Europa einziehen, weil die linke Migrationslobby die Tore weit geöffnet hat. „Wie weit werden die europäisch
5. Rede · Christian Dürr · FDP
Frau Präsidentin! Sehr verehrte Frau Friedländer! Herr Präsident Schuster! Eure Exzellenz Herr Botschafter Prosor! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist einen Monat her, dass die Hamas Israel auf schreckliche, auf barbarische Weise angegriffen hat. Die Hamas hat unzählige Menschen kaltblütig ermordet, darunter auch Ki
6. Rede · Dietmar Bartsch · Die Linke
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Margot Friedländer! Lieber Herr Botschafter! Lieber Herr Schuster! Liebe jüdische Deutsche! Liebe deutsche Jüdinnen und Juden! Jüdisches Leben ist ein Geschenk. Jüdisches Leben in Deutschland war immer ein Geschenk. Jüdische Deutsche sind in der Geschichte Motoren
7. Rede · Simona Koß · SPD
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Friedländer! Sehr geehrter Herr Botschafter! Sehr geehrter Herr Dr. Schuster! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zu Beginn meiner Rede ein Gedicht der jüdischen Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs: „O die Schornsteine Auf den sinnreich erdach
8. Rede · Thomas Rachel · CDU/CSU
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Friedländer! Sehr geehrte Exzellenzen! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor 85 Jahren wurden in deutschen Städten Synagogen durch die Nazis in Brand gesetzt. Tausende jüdische Wohnungen wurden verwüstet, Friedhöfe geschändet, Juden ermordet. Warum? Weil sie Juden waren. Der Holo
9. Rede · Götz Frömming · AfD
Herr Präsident! Sehr geehrte Gäste! Meine Damen und Herren! Wir erinnern heute an den 9. November 1938. Die beiden vorliegenden Entschließungsanträge enthalten vieles, dem auch wir uns anschließen können. Aber es bleibt nach der Lektüre doch ein schaler Beigeschmack. Wer jahrelang den Islam hofiert und sich dann wunder
10. Rede · Dirk Wiese · SPD
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Friedländer! Sehr geehrter Herr Schuster! Sehr geehrter Herr Botschafter Prosor! Der heutige 9. November erinnert uns an die Schrecken der Reichspogromnacht vor 85 Jahren. Aber die Erinnerung am heutigen 9. November ist eine a
11. Rede · Konstantin von Notz · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Frau Präsidentin! Liebe Frau Friedländer! Exzellenzen! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Heute ist der 9. November, und wir gedenken der Reichspogromnacht vor 85 Jahren. Wir als Deutscher Bundestag stellen uns als Vertreterinnen und Vertreter des Staates, der den Terror dieser Nacht
12. Rede · Konstantin von Notz · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Und recht hat der Mann, meine Damen und Herren.
13. Rede · Konstantin von Notz · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Zu guter Letzt, Herr Präsident: Hier an diesem Pult hat die Holocaustüberlebende Dr. Inge Auerbacher am 27. Januar 2022 –
14. Rede · Konstantin von Notz · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– den Antisemitismus als „Krankheit“ gebrandmarkt. Lassen Sie uns diese Krankheit bekämpfen: gegen den Antisemitismus und für das jüdische Leben. Ganz herzlichen Dank.
15. Rede · Linda Teuteberg · FDP
Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Friedländer! Sehr geehrter Herr Schuster, Herr Botschafter Prosor! Liebe Kolleginnen und Kollegen! „Gibt es für uns wirklich nur die Alternative zwischen übelwollenden Feinden und leutseligen Freunden? Gibt es für uns nirgendwo echte Verbündete …?“ Diese Worte klingen, als könnten sie
16. Rede · Linda Teuteberg · FDP
Wir müssen auch wehrhafter werden. Gehört es nicht zur Wahrheit, dass uns die Wahrnehmung des Selbstverteidigungsrechts Israels auch deshalb irritiert, –
17. Rede · Linda Teuteberg · FDP
– weil wir selbst zu wenig selbstverständlich wehrhaft sind? Darüber müssen wir nachdenken. Wir selbst müssen unseren Beitrag leisten, –
18. Rede · Linda Teuteberg · FDP
– damit wir die Hoffnungen von Jüdinnen und Juden, dass wir wirklich ihre echten Verbündeten sind, nicht erneut enttäuschen. Das ist unsere Verantwortung und schwerer, als es nur zu sagen. Vielen Dank.
19. Rede · Dorothee Bär · CDU/CSU
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Margot Friedländer! Welch große Freude und Ehre, Sie heute hier bei uns haben zu dürfen! Lieber Josef Schuster! Lieber Ron Prosor! Vielen herzlichen Dank, dass Sie auch heute wieder da sind! Ein Monat Gewalt, ein Monat Verzweiflung, aber auch ein Monat Schweigen vor
20. Rede · Dorothee Bär · CDU/CSU
– der Serie „Deutsches Haus“, wo es um die Aufarbeitung der Auschwitz-Prozesse geht. Ich kann sie nur jedem empfehlen. Ich hoffe, dass es auch ein Pflichtanschauen für alle Schulklassen in diesem Land geben wird. In diesem Sinne hat auch die Kultur viel Verantwortung. Nehmen wir sie gemeinsam wahr! Ganz herzlichen Dank
21. Rede · Christoph de Vries · CDU/CSU
Sehr geehrte Frau Friedländer! Sehr geehrter Herr Schuster! Lieber Herr Botschafter Prosor! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
22. Rede · Christoph de Vries · CDU/CSU
Herr Präsident! Ich entschuldige mich. – Lieber Herr Minister Özdemir, mir hat Ihre Rede außerordentlich gut gefallen – auch das, was der Kollege Habeck diese Woche in dem Video gesagt hat. Aber wir als Union würden uns wünschen, dass das die zuständigen Ministerinnen und Minister der Ampel auch zu ihrer Politik machen
23. Rede · Christoph de Vries · CDU/CSU
– und auch an die Ablehnung eines jeglichen Antisemitismus. Das muss im Übrigen auch für die Zusammenarbeit mit den Islamverbänden in Deutschland gelten, meine Damen und Herren.
24. Rede · Christoph de Vries · CDU/CSU
Ich komme zum Schluss. – Stoppen Sie auch Ihre Pläne zum Einbürgerungsrecht, und ziehen Sie den Gesetzentwurf zurück! Wir müssen mit der Ausgestaltung des Staatsangehörigkeitsrechts dafür sorgen, –
25. Rede · Christoph de Vries · CDU/CSU
– dass es nicht zu einer tausendfachen Einbürgerung kommt von Menschen, die Israel auslöschen wollen und die Juden hassen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Unsere Botschaften sind unmissverständlich:
26. Rede · Christoph de Vries · CDU/CSU
Antisemitismus hat keinen Platz hier in unserem Land und Antisemiten auch nicht. Vielen Dank.
27. Rede · Helge Lindh · SPD
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Friedländer! Lieber Herr Prosor! Lieber Herr Schuster! Ich spreche hier heute ganz bewusst als jemand, der sich dem linken progressiven Milieu, wie auch immer, zugehörig fühlt. Am 9. November 1969 haben Linksradikale versucht, bei einer Gedenkveranstaltung zur
28. Rede · Helge Lindh · SPD
Wo ist die Wokeness und Wachheit für jüdische Blickwinkel? Und wo sind die geschützten Räume für Jüdinnen und Juden?
29. Rede · Helge Lindh · SPD
Diese Antwort müssen wir geben. Wenn wir das nicht tun – es betrifft uns alle, nicht nur die Rechten, sondern die Mitte und die Linken –, –
30. Rede · Helge Lindh · SPD
– dann hat leider Zvi Rix recht gehabt, als er sagte: „Auschwitz werden uns die Deutschen nie verzeihen.“