Ich weiß nur, dass ich aus Ihrer Fraktion häufiger Warnungen empfangen habe, nicht auf die Vorschläge von Wirtschaftsverbänden zu hören.
Es freut mich, dass es diesmal umgekehrt ist.
Der zweite Punkt ist, dass wir in der Koalition ein ausgewogenes Paket vereinbart haben.
In dem stehen die Abstandsregelungen auf der einen Seite und auf der anderen Seite, dass wir zusätzliche Flächen erschließen wollen,
etwa im Bereich von Funkfeuern, die nicht gebraucht werden, und dass wir Genehmigungsverfahren beschleunigen wollen. Wir sind davon überzeugt, dass wir damit die Ausbauplanung einhalten können.
Im Übrigen ist es so, dass es dann keinen Sinn macht, die Augen davor zu verschließen, dass der Widerstand gegen Windanlagen auf Land flächendeckend in Deutschland gewachsen ist.
Vor einigen Jahren haben die Bundesländer konkurriert und sich in Ausbauzielen überboten, die immer größere Ausmaße annahmen. Heute ist es so, dass es über 1 000 Bürgerinitiativen verteilt auf die Fläche gibt, im Norden wie im Süden, im Westen wie im Osten, und zwar meistens dort, wo Windräder errichtet werden sollen. Das hat möglicherweise auch dazu beigetragen, dass die Genehmigungsverfahren länger dauern.
Deshalb nutzt es nicht, die Augen zu verschließen. Wenn wir erreichen wollen, dass Windenergie eine dauerhafte Chance hat und zum Gelingen der Energiewende beiträgt – das möchte ich –, dann müssen wir uns auch mit den Kritikern in einer sachgerechten Weise auseinandersetzen.