Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Ich bin sehr bedrückt über diese Entwicklung. Das ist eine Entwicklung, die wir nicht akzeptieren können. Dazu gehört natürlich auch, dass wir genau beobachten: Wie ist das Ermittlungsverfahren in solchen Fragen – das ist ja das Entscheidende –, welche Präventionsmaßnahmen gibt es? Schaffen wir es, dass Frauen, die erwarten, dass solch eine Gewalt gegen sie auftritt – das gibt es ja ganz oft –, beispielsweise in Frauenhäusern Plätze bekommen, um einer solchen Aggression, um einer solchen Gewalt entgehen zu können? Denn ich möchte nicht erst abwarten, bis es zu solchen Delikten kommt. Ich glaube, auf dem Vorbeugen, darauf, Möglichkeiten zu schaffen, solch einer Gewalt zu entgehen, muss unser Hauptaugenmerk liegen. Deswegen ist es wichtig, dass die Kollegin Giffey das Thema angestoßen hat: Wie schaffen wir es, ausreichend Plätze in Frauenhäusern für von Gewalt bedrohte Frauen und ihre Kinder – es ist ja auch eine Gewalt gegen die Familienangehörigen – zur Verfügung zu stellen? Darauf werden wir jetzt unser Augenmerk legen. Das ist, glaube ich, einer der ganz wichtigen Punkte, damit es gar nicht erst zu dieser furchtbaren Gewalt kommt.
Christine Lambrecht
SPDBundesministerin BMJV
Mittwoch, 11. Dezember 201919. Wahlperiode, 133. SitzungBefragung der Bundesregierung
Beifallbei Abgeordneten der SPD
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