Ich hoffe, Herr Präsident, dass Sie nicht damit sagen wollten, dass ich immer der Letzte bin. – Herr Kollege, ich habe mal eine Frage. Im Monat März wird eine deutsch-griechische Parlamentariergruppe nach Griechenland fahren. Sie wissen, dass es dort mehrere Tausend Kinder gibt ohne Eltern, ohne überhaupt irgendeine erwachsene Begleitung. Jetzt sagen Sie immer, Sie wären zur Hilfe bereit, wenn es eine EU-Regelung gibt. Bevor Sie sich mit Ungarn und Polen diesbezüglich verständigt haben, sind die Kinder erwachsen geworden; das können Sie einfach vergessen.
Was wäre denn so schlimm – selbst wenn Sie diesen Antrag ablehnen –, wenn Sie sich heute entschieden, zu sagen: „Wir werden uns dafür engagieren, dass diese Parlamentariergruppe eine Zusage geben darf wenigstens für eine bestimmte Anzahl von Kindern, die nach Deutschland kommen, in Kommunen, die dazu bereit sind“? Wir können ja dazusagen, dass wir erwarten, dass das auch andere Staaten machen. Aber solange Sie sich mit „andere Staaten“ herausreden, wird es keine Lösung für die Betroffenen geben. Sind Sie bereit, da Ihre Meinung zu ändern?