Vielen Dank für das Zulassen der Frage. – Frau Högl, Sie haben mich ja direkt angesprochen und gefragt, was wir eigentlich tun. Auch Bezug nehmend auf die Ausführungen Ihres Kollegen Boris Pistorius, möchte ich einmal fragen, ob Sie tatsächlich teilen, was er gesagt hat, und ob Ihnen bekannt ist, dass Baden-Württemberg in der Vergangenheit 1 000 Jesiden aufgenommen hat,
dass die Koalition in Schleswig-Holstein – entspannen Sie sich; ich bringe noch mehr Beispiele, an denen Sie sich abarbeiten können – ein Programm für 500 besonders Schutzbedürftige aus Nordafrika durchgeführt hat, dass Daniel Günther heute noch mal deutlich gemacht hat, dass er auch bereit ist, Geflüchtete von den griechischen Inseln aufzunehmen,
dass Thüringen und Berlin in der Vergangenheit syrische Geflüchtete aufgenommen haben,
dass sich Berlin erneut dafür ausgesprochen hat, Geflüchtete aus Lesbos aufzunehmen – die Liste ist leider länger, deshalb dauert es einen Moment; es tut mir leid –, dass Brandenburg, ebenfalls von den Grünen mitregiert, Programme beschlossen hat, dass Hamburg angekündigt hat, aufzunehmen, dass Bremen angeboten hat, aufzunehmen – Sachsen auch; es ist noch nicht klar, in welcher Form; aber es wurde im Koalitionsvertrag festgehalten –, und dass 180 Kommunen, regiert von Grünen, von SPD, von FDP und von der CDU, dasselbe fordern, was wir hier gefordert haben.
Nehmen Sie das zur Kenntnis? Und finden Sie nicht auch, dass es erstens unschön ist, dass man das hier richtigstellen muss, und zweitens die Verantwortung für die Aufnahme von Geflüchteten aus anderen europäischen Ländern eigentlich in der Verantwortung der Bundesregierung liegt, also auch in Ihrer?