Herr Kollege Ullmann, ich habe nicht gesagt, eigentlich hätten wir ja genug. Was ich gesagt habe, ist, dass wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bezogen auf die Bevölkerung vergleichsweise gut oder sogar sehr gut ausgestattet sind; wir sind da auf den vorderen drei Plätzen. Das heißt nicht, dass ich sage: Wir haben für alles, was sich entwickelt, per se genug. – Es wäre vermessen, das zu sagen – um das deutlich zu formulieren –, angesichts der Entwicklung, die sich ergeben kann, wenn wir die Ausbreitung nicht ausreichend verlangsamen.
Wir haben eine bessere Ausgangslage, aber das reicht noch nicht. Deswegen geht es jetzt darum, Intensivkapazitäten freizubekommen, indem planbare Operationen und Eingriffe verschoben werden, weil daraus in der Folge natürlich auch Intensivbedarf entsteht. Damit muss man rechtzeitig beginnen.
Zum Zweiten hat der Krisenstab die Dringlichkeit für die Beschaffung auch von intensivmedizinischem Material festgestellt. Der Haushaltsausschuss wird sich heute auch mit dieser Frage beschäftigen. Wir möchten natürlich auch dort, soweit es geht, Vorsorge treffen. Ich sage Ihnen aber auch dazu: Das ist wie bei den Masken. Im Moment sind natürlich alle Länder auf der Welt dabei, sich mit der Stärkung genau dieses Teils ihres Gesundheitssystems zu beschäftigen.