Sie sprechen die Themen an, die jetzt natürlich auch mit dem sogenannten Aufbaufonds angegangen werden sollen, damit bei einbrechenden Steuereinnahmen diese ganzen Zukunftsthemen nicht auf der Strecke bleiben. Die Europäische Kommission hat ja folgenden Vorschlag zum Aufbaufonds gemacht: dass sie die länderspezifischen Empfehlungen für jeden Mitgliedstaat nimmt, auf die Defizite bezüglich der Zukunftsfähigkeit hinweist und darauf achtet, dass das Geld, das jedem Land entsprechend seiner Betroffenheit von der Pandemie zugeteilt wird, genau in diese Richtung ausgegeben wird. Da gehören dann natürlich Fragen der Erhaltung unserer strategischen Fähigkeiten, des Aufbaus neuer Fähigkeiten, der digitalen Souveränität dazu. Da muss jeder Mitgliedstaat natürlich seinen Beitrag leisten.
Die besondere Anstrengung ist ja auch genau dadurch gerechtfertigt, dass wir jetzt, sozusagen in einer Zeit, wo wir wirtschaftlich schon alles tun müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, einbrechende Steuereinnahmen haben und uns deshalb Handlungsfähigkeit durch diesen Wiederaufbaufonds schaffen. Wir werden auch das Thema Wettbewerbsrecht und Dinge, die kein Geld kosten, also Bürokratieabbau, auf die Tagesordnung setzen und haben beim Wettbewerbsrecht einen deutsch-französischen Vorschlag ausgearbeitet, den wir der Kommission zur Verfügung stellen wollen, weil wir gerade hier mehr auf die Global Champions, die sich auch in Europa entwickeln können, setzen.