Vielen Dank, Herr Präsident. – Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, die aktuelle Krise zeigt erneut, dass prekäre Beschäftigung und Niedriglöhne keinen sozialen Schutz bieten und die gesellschaftliche Spaltung weiter befördern. Befristete und Leiharbeiter verlieren als erste ihren Job, Beschäftigte in Subunternehmen werden ausgebeutet, wie der Fleischskandal aktuell zeigt, und Minijobber sind überhaupt nicht abgesichert. Bislang hat es die Bundesregierung nicht einmal geschafft, die sachgrundlose Befristung, so wie im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, einzuschränken; hauptsächlich aufgrund des Widerstands der Union. Ich frage Sie ganz konkret: Was wollen Sie unternehmen, um für gute, sichere und gut entlohnte Arbeit zu sorgen, damit die Menschen und die Beschäftigten in diesem Land keine Zukunftsängste haben müssen?